Analphabetismus ist kein Randphänomen

Blick auf leeres Schulklassenzimmer mit Tafel
Foto: shutterstock.com

Die Zahl ist alarmierend: Rund 7,5 Millionen Erwerbstätige in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben. „Damit ist das Thema Analphabetismus kein Randphänomen und verlangt Aufmerksamkeit und Mitverantwortung von Menschen, die mit Betroffenen in Kontakt stehen“, sagt Tina Scheef, Mitarbeiterin im Grundbildungs-Programmbereich der Volkshochschule (VHS) Region Lüneburg. Die VHS steht Betroffenen und deren Arbeitgebern mit zur Seite – mit Beratung, Kursangeboten für Menschen mit Lese- und Rechtschreibdefiziten und maßgeschneiderten Konzepten für Unternehmen.

Aktuell zählt die VHS 110 Teilnehmende in den verschiedenen Kursen. Die klassischen Kurse mit drei Unterrichtseinheiten kosten zehn Euro pro Woche, ein Einstieg ist jederzeit möglich. Zusätzlich bietet die VHS maßgeschneiderte Kurse für Unternehmen an. Dabei werden die Mitarbeiter arbeitsplatzorientiert unterstützt. Tina Scheef: „Das Lesen lernen kann auch direkt an der Arbeitsstelle stattfinden und mit branchenüblichem Wissen und der alltäglichen Praxis verknüpft werden.“