Butter bei die Fische, Maike Schmidt!

Porträt von Maike Schmidt. Sie trägt einen wollweißen Pullover und im Hintergrund sind Birken zu erkennen.
Foto: Janina Snatzke
Maike Schmidt (45) ist gelernte Industriekauffrau. Zusammen mit dem Gründer von Scheiber-Doktor baute sie das Unternehmen auf. Als ihr ehemaliger Chef das Franchise-System 2013 verkaufte, übernahm sie die Filialen in Wolfsburg und Gifhorn.

Herzlichen Glückwunsch! Sie sitzen in der neuen IHK-Vollversammlung. Haben Sie mit Ihrer Wahl gerechnet?
Ich habe es mir gewünscht und mich sehr gefreut, dass es dann auch geklappt hat.

Worauf freuen Sie sich am meisten und wozu haben Sie eher weniger Lust?
Ich bin sehr gespannt auf den Austausch mit anderen Unternehmern, die, wie ich, mitgestalten wollen. Zum Beispiel beim Bürokratieabbau. Gerade für kleine Unternehmen ist das oft eine enorme Belastung und ich denke, da muss es doch Lösungen geben. Ich bin pragmatisch und komme schnell auf den Punkt, daher mag ich auch keine Endlosdiskussionen, in denen man sich ständig im Kreis dreht – und am Ende ohne Ergebnis dasteht.

Sie haben ja 99 Kolleginnen und Kollegen in der Vollversammlung. Welche Eigenschaften schätzen sie bei anderen am meisten?
Ich schätze Menschen sehr, die geradlinig ihre Meinung vertreten. So Machertypen, auf die man zählen kann, wenn man sie braucht.

Welche Rolle übernehmen Sie gern in Teams?
Die der Organisatorin, die die Fäden in der Hand hält. (lacht) Das muss wohl auch so sein, wenn man ein Unternehmen führt und ich führe gern.

Welcher Chance im Leben trauern Sie nach?
Da fällt mir spontan gar nichts Konkretes ein. Also nicht, dass ich nicht auch die eine oder andere Bauchlandung hingelegt habe. Aber das verbuche ich unter Lebenserfahrungen, die mich letztlich immer weiter gebracht haben. Insofern gibt es auch nichts zu bedauern.

Und worauf sind Sie besonders stolz?
Dass ich 2014 den Kilimandscharo bezwungen habe. Mir ging ständig die Puste aus und für den Führer waren die sieben Stunden wohl der längste Aufstieg, denn für gewöhnlich ist die Etappe schneller zu schaffen. Aber das Gefühl auf dem Gipfel zu stehen, entschädigt für alle Strapazen, die man dafür auf sich nimmt.