Butter bei die Fische, Ralf-Holger Gerlach!

Portrait von Ralf-Holger Gerlach.
ihk/tonwert21.de
Ralf-Holger Gerlach liegt ehrenamtliches Denken am Herzen: Er vertritt die Tourismuswirtschaft in unserer IHKLW-Vollversammlung.

Herr Gerlach, Sie waren jetzt bei zwei Sitzungen der IHK-Vollversammlung dabei. Was hat Ihnen besonders gefallen?
Die Offenheit der Unternehmerinnen und Unternehmer untereinander. Und das wir gemeinsam Themen entwickeln, die wir angehen wollen. Für mich persönlich stehen da der Bürokratieabbau und die Digitalisierung auf den ersten Plätzen.

Und was überhaupt nicht?
Ganz ehrlich: Da gibt es nichts.

Sie sind Geschäftsführer eines Reisebüros, sind Sie eher Pauschalurlauber oder Individual-Tourist?
Sowohl als auch. Das kommt drauf an, mit wem ich reise. Wenn ich allein unterwegs bin, suche ich eher das Abenteuer in eher wenig bereisten Gebieten – durchquere die Sahara, erkunde Madagaskar oder mache auch mal einen Segeltörn. Die letzte Skireise war aber ein Pauschalurlaub.

Stellen Sie sich vor, Sie organisieren eine Reise für die gesamte IHK-Vollversammlung: Wohin geht’s?
Das sind ja alles gut situierte, verwöhnte Menschen (lacht), daher geht es in ein Land, das weniger weit entwickelt ist. Dort engagieren wir uns für ein soziales Projekt und helfen gemeinsam dabei, eine Schule aufzubauen. Bildung ist nämlich die Basis dafür, dass die Menschen vor Ort ihr Land selbst weiter entwickeln können. Unser Schul-Projekt hätte also einen langfristigen Wert und weil ich mich selbst schon oft bei ähnlichen Projekten engagiert habe, weiß ich: Das gibt einem unheimlich viel zurück. 

Ein Unternehmen zu führen und sich zu ehrenamtlich zu engagieren kann ein ganz schöner Balanceakt sein. Wie entspannen Sie im Alltag?
Einen Ausgleich finde ich im Sport. Ich spiele Fußball, Volleyball, fahre Ski. Eigentlich mache ich fast alles, wenn ich die Gelegenheit dazu habe. Allerdings mache ich das nicht mit Blick auf meine Work-Life-Balance. Einen Abschaltmechanismus brauche ich nicht, weil ich meine Arbeit nicht als Arbeit empfinde. Wenn ich etwas weiter entwickeln kann, macht es mir umso mehr Spaß. Dass das auch seine Schattenseiten hat, merke ich immer, wenn die Leute froh sind, wenn ich weg bin, weil sie dann in Ruhe arbeiten können.