Butter bei die Fische, Stephan Conrad!

Foto: Conrad Jana Ressel, Tamme/tonwert21.de
Stephan Klaus Conrad führt als Geschäftsführer der Schütte Baumarkt GmbH & Roggan KG drei Hagebau-Märkte in Lüchow, Winsen/Aller und Salzwedel. In der IHKLW-Vollversammlung vertritt er den Großhandel.

Herr Conrad, sind Sie ein guter Netzwerker?
Ja! Ich lerne gern neue Leute kennen und tausche mich mit anderen gern über Ideen aus. Außerdem sind Netzwerke eine tolle Möglichkeit, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen. Besonders effektiv gelingt das beispielsweise im Business Network International (BNI), ich bin aber auch Mitglied im Lions Club und nutze digitale Netzwerke wie LinkedIn oder Xing.

Auf Ihrer Facebook-Seite ist zu sehen, dass Sie fürs Netzwerken mal einen Oskar erhalten haben…
Ja, das stimmt (lacht). Das war bei einem BNI-Treffen – allerdings nicht fürs Netzwerken, sondern für meinen Vortrag, mit dem ich die Schütte Baumarkt GmbH & Roggan KG vorgestellt habe. Das ist bei jedem Treffen so, dass Mitglieder ihre Unternehmen vorstellen. Und es ist immer spannend.

Zurzeit geht Netzwerken ja überwiegend ausschließlich digital und auch im Job arbeiten Teams digital zusammen. Wie gelingt Ihnen das?
Sehr unterschiedlich. Von unseren 134 Mitarbeitern arbeitet ohnehin ein Großteil im Verkauf, das geht natürlich nur vor Ort im Laden, zwischenzeitlich waren einige Kolleginnen und Kollegen sogar in Kurzarbeit. Die Verwaltung arbeitet aber überwiegend im Homeoffice – aber für drei Mitarbeiter war das keine Option, denn sie leben in einer Gegend ohne Internetanbindung. Dass im Zeitalter der Digitalisierung in Teilen Deutschlands die technischen Voraussetzungen für das Homeoffice fehlen, empfinde ich als frustrierend.

Als Mitglied der Vollversammlung entscheiden Sie mit über die grundsätzliche Ausrichtung unserer IHKLW. Welches Thema liegt Ihnen aktuell besonders am Herzen?
In Lüchow-Dannenberg muss nicht nur die digitale Infrastruktur erheblich verbessert werden. Auch eine bessere Erreichbarkeit mit dem Zug und dem Auto ist nötig – gerade und vor allem, um als Region für Fachkräfte attraktiv zu werden. Als Vollversammlung haben wir das Jahr 2021 unter das Jahresthema „Region zukunftsfähig aufstellen“ gestellt. Um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, gehören schnelles Internet und schnelle Verkehrswege unbedingt dazu. Ebenso wie die Fachkräfte. Ohne sie geht nichts, weder im Baumarkt noch in der Gastronomie, der Industrie oder im Dienstleistungssektor.