Butter bei die Fische, Thomas Fast!

Portrait von Thomas Fast
Foto: Thomas Fast
Thomas Fast, Leiter der Direktion Volksbank BraWo, ist seit September 2020 Mitglied der IHKLW-Vollversammlung .

Herr Fast, Sie sind ganz neu in die IHKLW-Vollversammlung gewählt worden, worauf freuen Sie sich am meisten?
Ich freue mich auch darauf, neue Kontakte zu knüpfen und an neuen Projekten, die Menschen in unserer Region nach vorne bringen, mitzuwirken, mitzugestalten und mitzureden. Dieses Mitgestalten braucht starke Netzwerke und weil Netzwerken von Angesicht zu Angesicht am besten gelingt, freue ich mich auf die Zeit, in der wir das Covid-19-Thema hinter uns lassen können.

Welche wirtschaftlichen Themen sind aus Ihrer Sicht für die Region Wolfsburg-Gifhorn und darüber hinaus besonders wichtig?
Wirtschaftliche Themen haben wir momentan eine ganze Menge. Durch Covid-19 haben wir riesige Probleme im Bereich des Hotel-, Gaststättengewerbes, wir müssen Arbeitsplatz- und Unternehmenssicherung betreiben und den Mittelstand in unserer Region stark fördern und am Leben behalten. Ich rechne damit, dass zum Jahresanfang mehr Insolvenzfälle auftreten werden, weil die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht am 31. Dezember endet. In Folge ist auch mit Arbeitsplatz- und Unternehmensverlusten zu rechnen – meines Erachtens sind das aktuell die größten wirtschaftlichen Herausforderungen.

Ob in der Wirtschaftsvereinigung Gifhorn, der Volksbank BraWo Stiftung für Kinder, oder der Sozialgenossenschaft Hehlenriede – Ihr ehrenamtliches Engagement ist beeindruckend. Wie erklären Sie jungen Menschen, warum es wichtig ist, sich einzubringen?
Was einer nicht kann, schaffen viele gemeinsam. Der Staat kann nicht alles lösen, aber die Menschen untereinander können Probleme beheben. Man kann und sollte viel über das Ehrenamt lösen. Ich sehe besonders bei uns in der Volksbank BraWo Stiftung für Kinder, dass wir viele Arten der Kinderarmut haben – Ernährungsarmut, Bildungs- oder Bewegungsarmut zum Beispiel. Wenn man sieht, dass Kinder durch unsere Projekte tatsächlich einen besseren Start ins Berufsleben bekommen, ist die Tatsache, dass man helfen kann, auch persönlich eine bereichernde Erfahrung. Je früher man anfängt, desto erfüllter ist auch das eigene Leben und nicht nur das, welches man unterstützt. Leider war ich erst spät ehrenamtlich aktiv, um genau zu sagen vor 15 Jahren habe ich damit begonnen, denn ich war in einem Hamsterrand gefangen und wollte die Karriereleiter weiter aufsteigen. Da hatte ein Ehrenamt leider keinen Platz. Erst als ich bei der Volksbank BraWo angefangen habe, bin ich ehrenamtlich aktiv geworden.