Die Top-Azubis

Das Foto zeigt einen Glaspokal mit der Gravur IHK-Berufsbeste 2018
Foto: tonwert21.de
Feirerstunde für die Top-Ausbildungsabsolventen: die IHK-Bestenehrung in der Stadthalle in Gifhorn.

Die 95 jungen Menschen, die an diesem Montagabend Ende September auf der Bühne in der Stadthalle Gifhorn stehen, haben allen Grund, stolz auf sich zu sein: „Jeder von ihnen hat ein Gesamtergebnis von mindestens 92 von 100 möglichen Punkten erreicht und zählt zu den besten drei Ausbildungsabsolventen seines Berufs – eine eindrucksvolle Leistung“, sagte Aline Henke. Die Inhaberin der hankensbütteler kunststoffverarbeitung GmbH & Co. KG beglückwünschte als IHK-Präsidentin die Absolventen: „Sie haben mit Fleiß und Engagement den Grundstein für Ihre berufliche Zukunft gelegt. Aber auch die 59 Ausbildungsbetriebe, die die Prüfungsbesten zum Erfolg geführt haben, haben mit hervorragender Ausbildungsqualität einen entscheidenden Beitrag geleistet.“

Insgesamt zählt die IHK 3.838 Ausbildungsabsolventen in diesem Jahr, 106 davon mit Bestnoten. Der beste Ausbildungsabsolvent aus dem IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg kommt aus dem Landkreis Uelzen: Nils Riedel, der seine Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel bei der Lidl Vertriebs-GmbH & Co. KG in der Filiale in Uelzen mit 99,4 Punkten abgeschlossen hat. Seinen nächsten Karriereschritt hat Riedel auch bereits geplant: „Ich habe inzwischen auch die Zusage für ein Weiterbildungsstipendium von der IHK erhalten und möchte damit meinen Wirtschaftsfachwirt finanzieren.“

Für neun weitere Berufsbeste aus dem IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg steht aber noch ein anderer Termin auf der Agenda: Die Landesbestenehrung am 6. November, bei der im GOP Theater Hannover die berufsbesten Ausbildungsabsolventen aus Niedersachsen geehrt werden. Und eine Kandidatin fährt sogar Anfang Dezember zur Bundesbestenehrung nach Berlin: Johanna Köllner, Rohrleitungsbauerin bei der Wiesensee GmbH in Gifhorn.

Johanna Köllner, eine junge Frau mit kurzen Haaren, einem orange-rotem Blazer und passendem Lippenstift, lächelt in die Kamera und hält einen quadratischen Aufkleber in ihren Händen. Darauf steht auf schwarzem Untergrund ein pinker Stern mit ihrem Namen. Johanna Köllner ist die Bundesbeste Rohrleitungsbauerin des Jahres 2018.

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Auch für die 22-Jährige ist die Ausbildung mit dem Top-Abschluss erst der Anfang: „Ich möchte Bauingenieurin werden, habe mich aber ganz bewusst für ein duales Studium entschieden“, sagt Köllner. „Als Frau ist man in diesem Beruf noch immer die Ausnahme, mancher Kollege auf dem Bau begegnet dem mit Skepsis. Dem will ich entgegensteuern, indem ich mit Fachkompetenz überzeuge. Die Ausbildung ist die Basis dafür, dass ich das Handwerk von der Pike auf lerne.“

Im Frühjahr 2021 wird Köllner ihren Bachlorabschluss machen, strebt danach einen Master-Abschluss an: „Ich werden dann eine Fachrichtung vertiefen, vielleicht Management oder Logistik.“

Doch zunächst feierten Köllner und anderen Berufsbesten zusammen mit ihren Ausbildern und Angehörigen ihren Erfolg.