Auf digitalen Wegen zum Azubi

Betriebsbesichtigungen sind auch digital möglich: Unsere IHKLW hat dazu mit dem Lüneburger Unternehmen Marwitz einen Prototypen entwickelt und unterstützt weitere Unternehmen konzeptionell und mit konkreten Tipps zur Umsetzung.

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IHKLW-Praxisbotschafter

IHKLW-Praxisbotschafter sind Ausbilderinnen und Ausbilder aus regionalen Unternehmen, die mit Unterstützung unserer IHKLW Praxis-Workshops für eine oder zwei Unterrichtsstunden gestalten. Ziel ist es, den Schülern die Bedeutung des schulischen Lernstoffs für die berufliche Praxis zu vermitteln, sodass sie eine Berufsentscheidung treffen können, die sich an ihren Interessen und Fähigkeiten orientiert. Da coronabedingt Praxisworkshops in der Schule nicht möglich sind, holen die Praxisbotschafter die Schulklassen einfach zu sich ins Unternehmen. Per Videoschaltung können die Schüler dann zum Beispiel im Rahmen des Physikunterrichts herausfinden, dass sie das Thema Magnetismus auch als Mechatroniker bei der täglichen Arbeit begleiten wird. Ein weiteres Angebot: Bei Bewerbungstrainings wird online ein Vorstellungsgespräch simuliert – und die Praxisbotschafter geben Tipps, um die Schülerinnen und Schüler optimal auf diese Situation vorzubereiten. ihk-lueneburg.de/praxisbotschafter 

 

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IHKLW-Karrierebotschafter

Die IHKLW-Karrierebotschaftersind junge Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung. Sie zeigen Eltern anhand eigener Erfahrung Wege für einen erfolgreichen Karrierestart mit einer Ausbildung. Dabei werden schulische Voraussetzungen ebenso thematisiert wie die Aufstiegsmöglichkeiten durch Weiterbildung und Studium nach einer dualen Ausbildung. Karrierebotschafter richten sich bei digitalen Sprechtagen und anderen Veranstaltungsformaten an die Eltern von Schülerinnen und Schülern der Abgangsklassen. Die Karrierebotschafter selbst unterstützt unsere IHKLW bei Bedarf mit einer Schulung ganz individuell bei der Vorbereitung auf die eigene Präsentation.  

ihk-lueneburg.de/karrierebotschafter 

 

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IHKLW-Ausbildungsborschafter

Die IHKLW-Ausbildungsbotschafter sind Azubis, die Schülerinnen und Schülern ihre Berufe und Ausbildungsunternehmen vorstellen und dabei authentische Einblicke in ihren Berufsalltag geben – normalerweise vor Ort in den Klassenzimmern. Digital funktioniert das so: Per Video schalten sich die Azubis über das Activeboard oder über Laptop und Beamer live in die Klassenräume und präsentieren aus ihren Ausbildungs-Unternehmen oder aus dem Homeoffice. Damit sie für ihre Einsätze gut vorbereitet sind, schult unsere IHKLW die Azubis in Technik, Präsentation und Kommunikation.  

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Blick auf ein aufgeklapptes Laptop, im Hintergrund filmen Azubis eine Szene aus der Reinigung bei DBL Marwitz. Online-Betriebsbesichtigung als Azubi-Projekt bei Marwitz-Textilpflege.

Foto: Philipp Schulze

Online Betriebsbesichtigung

Mit einer Online-Betriebsbesichtigung können Unternehmen ganze Schulklassen via Zoom live mit dem Smartphone durch ihren Betrieb führen. Unsere IHKLW hat einen Prototypen samt Leitfaden entwickelt, mit dem die Unternehmen ein individuelles Konzept entwickeln können. Dabei stehen die IHKLW-Berater ihnen zur Seite.

Ob im Büro, in der Produktion, im Lager oder in der IT – an unterschiedlichen Stationen können die teilnehmenden Betriebe Schülerinnen und Schülern ihre Ausbildungsangebote präsentieren. Anders als bei einem Video haben zuvor geschulte Mitarbeitende bei diesem Live-Event die Möglichkeit, direkt mit den Azubis ins Gespräch zu kommen – wie bei einer echten Betriebsbesichtigung. Die ortsunabhängige Teilnahme macht die Online-Betriebsbesichtigung zu einem Angebot, das für Schulen unkompliziert zu organisieren ist. Ein weiterer Vorteil: Ist der Ablauf der Online-Betriebsbesichtigung einmal geplant, ist die Umsetzung auf Unternehmensseite mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden. Weitere Informationen und Ansprechpartner: ihk-lueneburg.de/online-betriebsbesichtigung

Ausbildungskampagne Moin Future

Die Ausbildungskampagne Moin Future wirbt unter dem Motto „Eine Ausbildung machen. Alles werden.“ für eine Ausbildung der Region – und erreicht pro Monat bis zu 160.000 Menschen. Ab Juni veröffentlicht unsere IHKLW über den Instagram-Kanal und die Website von Moin Future kostenfrei regionale Ausbildungsplatzangebote für den Ausbildungsstart 2021.  

Mitmachen können Unternehmen aus dem IHKLW-Bezirk, indem sie per E-Mail an moinfuture@ihklw.de ihr Ausbildungsangebot einreichen – egal ob als Videoaufruf im Hochformat (max. 90 Sekunden) oder in einem prägnanten Text (max. 200 Zeichen inkl. Leerzeichen) mit Informationen zu Ausbildungsunternehmen, -beruf und -ort. Tipp: Ein aussagekräftiges, qualitativ gutes Foto erhöht die Aufmerksamkeit bei Jugendlichen und kann gerne mitgeliefert werden. Wer den Instagram-Account des eigenen Unternehmens angibt, wird gern getaggt – und hat so die Chance, mehr Reichweite für seinen eignen Kanal zu erzielen. 

Gestartet ist die Ausbildungskampagne Moin Future 2018 als Gemeinschafts-Initiative von IHKLW, Handwerkskammer und sechs Landkreisen. Seit Anfang 2021 beteiligen sich fünf weitere Partner an Moin Future: Die IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Das Moin-Future-Team ist erreichbar per Mail an moinfuture@ihklw.de und unter Tel. 04131 742-185. moin-future.de, instagram.com/moinfuture 

Azubi-Speed-Datings führen zum Erfolg 

Die Azubi-Speed-Datings gehen in eine neue Runde. Am 23. Juni haben Unternehmen aus den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Uelzen und Lüchow-Dannenberg Gelegenheit, potenzielle Azubis per Videochat kennenzulernen. Bereits zum dritten Mal seit Juni 2020 organisieren die Arbeitsagentur und das Jobcenter Lüneburg-Uelzen, die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und unsere IHK Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) die Veranstaltung. Bisher haben rund 340 Unternehmen und mehr als 370 Schülerinnen und Schüler mitgemacht und viele Male hat das Online-Format bereits zum Erfolg geführt. 

„Wir haben über das Speed-Dating unseren diesjährigen Auszubildenden gefunden“, sagt Nadine Knels von der Magnesia GmbH.

„Ich war Anfang dieses Jahres zum ersten Mal dabei und konnte nur zwei Gespräche führen – doch das hat gereicht“, sagt Nadine Knels, Head of Human Resources bei der Magnesia GmbH aus Lüneburg. „Wir haben über das Speed-Dating unseren diesjährigen Auszubildenden zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement gefunden. Ein voller Erfolg also!”  

In jeweils 13-minütigen Videochats haben junge Menschen und Unternehmen Gelegenheit, sich im Eins-zu-eins-Gespräch kennenzulernen, bevor es nach einer Pause in die nächste Speeddating-Runde geht. So viel Zeit brauchte Thorsten Schnelle, Personalverantwortlicher bei der Gübau Logistik GmbH aus Wolfsburg, nicht, um sich zum Ausbildungsstart 2020 für Anne-Katrin Müller als angehende Berufskraftfahrerin zu entscheiden: „Sie war sehr offen, das hat mir gefallen. Nach acht Minuten habe ich gesagt: Sie können am 1. August bei uns anfangen.“ Auch Anne-Katrin Müller wusste schnell: „Dort möchte ich meine Ausbildung machen. Das Gespräch war so freundlich, einfach sympathisch.“ 

Eine vertrauensvolle Gesprächsatmosphäre zu schaffen, ist auch den Organisatoren besonders wichtig: „Alle Azubi-Speed-Datings werden datenschutzkonform über das virtuelle Meeting-Tool Zoom organisiert“, sagt Cornelia Bühler, IHKLW-Beraterin für Berufsorientierung. Die Expertin gehört zum Organisationsteam der Azubi-Speed-Datings und betont: „Vorgeschaltete Technik-Checks und ein klar strukturierter Zeitplan geben allen Teilnehmenden Sicherheit, sodass sie sich ganz auf die Gespräche konzentrieren können.“ 

Schüler können sich noch bis zum 17. Juni, 12 Uhr, einen Speed-Dating-Termin sichern.

Das Anmeldeverfahren läuft in zwei Schritten. Bis Ende Mai hatten die Unternehmen Gelegenheit, sich mit ihren freien Ausbildungsplätzen unter ihk-lueneburg.de/azubi-speed-dating anzumelden. Jedes Unternehmen erhält mit der Bestätigung ein Marketing-Paket, um auf ihrer eigenen Website oder über ihre Social-Media-Kanäle bei den Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme am Speed-Dating zu werben.  Schülerinnen und Schüler können sich noch bis zum 17. Juni, 12 Uhr, über die Website der digitalen Ausbildungskampagne Moin Future einen Speed-Dating-Termin sichern. Unter moin-future.de/azubi-speed-dating erhalten sie direkt bei der Anmeldung einen Überblick über die teilnehmenden Unternehmen – und können ihre Wunsch-Ausbildungsbetriebe wählen. Alternativ können auch Wunschberufe angegeben werden. Das Matching erfolgt dann unter Berücksichtigung der Distanz zwischen Wohnort und möglichem Unternehmen. Die Moin-Future-Website bietet neben den Informationen zu den Unternehmen auch allgemein Wissenswertes rund um das Thema Ausbildung in der Region und zur konkreten Vorbereitung auf die Online-Speed-Datings.