Drei Tipps für einen guten Ruf als Arbeitgeber

Symbolbild Employer Reputation
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Haben Sie schon mal was von Reputationsmanagement gehört? Nein? Dann wird es höchste Zeit. Schließlich geht es um Ihren guten Ruf als Arbeitgeber, die Employer Reputation. Ist diese positiv und authentisch, können Unternehmen langfristig dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Voraussetzung dafür ist, alle Kommunikationsaktivitäten und -instrumente strategisch auszurichten. Hier sind drei Tipps, die dabei helfen, das Unternehmen für potenzielle Kandidaten attraktiv zu machen.

     1. Präsenz auf Job-Communities

Da sich Arbeitnehmer in erster Linie online über potenzielle Arbeitgeber informieren, ist es unverzichtbar, auf allen relevanten Stellensuchmaschinen präsent zu sein. Denn einen wichtigen Indikator für die Meinungsbildung der potenziellen neuen Fachkräfte zum Unternehmen bilden echte Erfahrungsberichte von Mitarbeitern und Bewerbern. Dabei hat sich das Portfolio an klassischen Stellendienstleistern wie Kununu, Indeed und Glassdoor auch um Social-Media-Kanäle wie Facebook erweitert, die es nun ebenfalls zu berücksichtigen gilt.

     2. Kenntnis der Entwicklungstendenzen

Wichtig ist, dass Arbeitgeber alle Portale kennen, auf denen sich Fachkräfte informieren können. Beim strategischen Management der Employer Reputation ist es unerlässlich, ein lückenloses Monitoring, also die Bewertungen stetig zu beobachten. So entsteht ein umfassendes Bild der Meinungen und des Diskurses über das eigene Unternehmen, auf dessen Grundlage weitere Maßnahmen entwickelt werden können. Ein wichtiger Vorteil ist, dass so negative Entwicklungen schnell entdeckt und abgefedert werden können. Um dem frühzeitig entgegenzusteuern, ist es darüber hinaus unablässig, sich in den Dialog auf Jobportalen einzubringen und zeitnah zu reagieren.

     3. Community-Management

Der Erfolg im Recruiting steigt, wenn Unternehmen proaktiv bei allen relevanten Job-Communities auftreten, das heißt mit den Beteiligten in Verbindung treten. Wichtig ist ein sensibler Umgang mit den Erfahrungen und Bewertungen. Mit Hilfe der (ehemaligen) Mitarbeiter und Bewerber können Verbesserungspotenziale aufgedeckt, aber auch positives Feedback für die Arbeitskultur erlangt werden. Community-Management bedeutet, konsequent auf alle Bewertungen, sowohl positive als auch negative, nach festgelegten Richtlinien zu reagieren. Insbesondere bei negativen Erfahrungsberichten ist es wichtig zu signalisieren, dass die Kritik am Unternehmen ernst genommen wird. Unternehmen können zum Beispiel anbieten, dass der Bewertende Kontakt aufnehmen kann, um seine Bedenken detaillierter auszuführen. Das zeigt auch potenziellen neuen Mitarbeitern, dass das Unternehmen bereit ist, sich in eine andere Betrachtungsperspektive zu versetzen.

Fazit

Zum wirksamen Management der Employer Reputation stehen zahlreiche Instrumente zur Verfügung, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Sehen potenzielle Fachkräfte ausschließlich negative Meinungen – im schlimmsten Fall mit unvorteilhaften Kommentaren des betroffenen Unternehmens versehen – hat dies eine negative Wirkung. Langfristig führen die Umsetzung der Tipps und eine entsprechende Arbeitskultur zu einer Verbesserung der Bewertungsstatistik sowie zu einem entscheidenden Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Wichtig ist, authentisch zu wirken und das Vertrauen der Zielgruppe zu erlangen. Erkennen Bewerber, dass der zukünftige Arbeitgeber reflektieren kann, wirkt sich dies positiv auf die Glaubwürdigkeit, Attraktivität und Motivation für einen Berufseinstieg aus.

Alexander Hundeshagen, Geschäftsführer der Agentur Reputativ aus Braunschweig.

Über den Autor

Alexander Hundeshagen ist Geschäftsführer der Agentur für Reputationsmanagement Reputativ aus Braunschweig. Neben dem Online-Reputationsmanagement (ORM) berät er seine Kunden auch in klassischen Kanälen wie zum Beispiel Online-PR. Er ist seit 2005 in diesem Bereich tätig und gilt durch seine jahrelange Erfahrung nicht nur als Kenner der Szene, sondern vor allem als einer der Vorreiter im Bereich Reputationsmanagement.