Geht nicht, gibt’s nicht

Daniela May, Geschäftsführerin des Unternehmens Pipo-Torservice GmbH, sitzt vor einem Garagentor.
Foto: tonwert21.de
Das Handwerkliche liegt Daniela May. Die Monteure – ausschließlich Männer – akzeptieren die Frau an der Spitze schnell.

Daniela May findet immer eine Lösung. Das gilt im Beruflichen, wenn die Prokuristin des Torspezialisten Pipo-Tore gemeinsam mit ihrem Team Sonderwünsche der Kunden umsetzt. Und das gilt im Privaten, wenn die alleinerziehende Mutter den unterschiedlichen Anforderungen ihrer Söhne gerecht wird. Der eine ist im Kindergarten, der andere in der Pubertät – da ist Rücksicht gefragt.

Ihre Verantwortung empfindet Daniela May aber nicht als belastend. Sie geht pragmatisch damit um: „Mir macht meine Arbeit Spaß und Geldverdienen ist auch ganz wichtig – aber wenn ich meinen kleinen Sohn nachmittags vom Kindergarten abhole, dann ist auch Feierabend.“ Diese Trennung zwischen Job und Familie fällt Frauen oft leichter, ist ihre Erfahrung: „Viele Männer können nicht abschalten.“ Dafür kann Daniela May auch mal zupacken. Die Tochter des Unternehmensgründers Bernd Pipo fährt bereits während ihrer Schulzeit auf Montage. Das Handwerkliche liegt ihr, das zeigt sich früh. Nach einigen Jahren in Süddeutschland kehrt sie 2015 in das Familienunternehmen nach Rosengarten zurück. Die Monteure – ausschließlich Männer – akzeptieren die Frau an der Spitze schnell. „Wir arbeiten hier auf Augenhöhe zusammen“, sagt Daniela May, die nach wie vor auf Baustellen ist: „Ich verdiene genauso viel Respekt wie jeder andere Mitarbeiter im Team.“