Internationale Gäste als Chance

An der Rezeption eines Hotels stehen drei Menschen mit Mundschutz. Vor der Rezeptionistin steht ein aufgeschlagenes Laptop. Sie reicht der Frau etwas über den Tresen, der Mann (Gast) steht neben daneben.
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Mit dem Projekt "Gemeinsam International" wollen die Partner der Metropolregion Hamburg den Tourismus aus dem Ausland ankurbeln. Wichtige Voraussetzungen dafür sind internationale Qualitätsstandards wie englischsprechende Mitarbeitende und bargeldloses Bezahlen.

„Chancen nutzen – Internationalisierung starten“ – unter diesem Credo rufen 30 Partner der Metropolregion Hamburg, darunter unsere IHK Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW), die regionale Tourismusbranche dazu auf, jetzt die Weichen für einen Neustart nach der Coronakrise zu stellen. Im Fokus des Projekts „Gemeinsam International“: Internationale Gäste.

Mit dem Projekt möchten wir den Tourismus aus ausgewählten Nachbarländern ankurbeln.

„Mit dem Projekt möchten wir dazu beitragen, den Tourismus aus ausgewählten Nachbarländern anzukurbeln. Wichtigste Voraussetzung sind dabei internationale Qualitätsstandards, um einmal gewonnene Gäste zum Wiederkommen zu animieren und als Botschafter für die Metropolregion Hamburg zu gewinnen“, sagt Projektmanagerin Anett Bierholz. Die Mindestvoraussetzungen dafür seien, dass die Mitarbeitenden Englisch sprechen und die Gäste bargeldlos bezahlen können.

Zentrales Element des Projekts ist die Website www.logbuchinternational.de. Auf der Plattform finden Übernachtungsbetriebe, Gastronomen, Einzelhändler, Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Transportunternehmen branchenspezifische Informationen, Veranstaltungshinweise sowie praktische Tipps und Werkzeuge, um sich zum internationalen Gastgeber weiterzubilden.

Seminare zu der Frage „Sind Sie bereit für den internationalen Gast?“ finden ab Ende Februar online statt, Englisch-Sprachkurse sind für den 21. und 29. April geplant. Ein als Selbsttest angelegter „Qualitätscheck“ ist bereits im Januar online gegangen. Ein weiterer Baustein sind zwölf Qualifizierungs-Touren durch die Region, die im Herbst starten sollen. Der sogenannte „Wissensbus“ wird Best-Practice-Unternehmen verschiedener Branchen ansteuern und Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bieten.

Gäste aus Nachbarländern bedeuten für den regionalen Tourismus ein erhebliches Wachstumspotenzial.

Im Mittelpunkt des Projekts stehen insbesondere die für die Metropolregion Hamburg wichtigen Märkte Dänemark, Schweden, Niederlande, Schweiz und Österreich. „Gäste aus Nachbarländern bedeuten für den regionalen Tourismus ein erhebliches Wachstumspotenzial“, betont IHKLW-Tourismusexpertin Dorit Siebenbrodt. „Allein im September 2020 reisten – trotz der Unsicherheiten rund um die Corona-Pandemie – 27.061 Niederländer in die Lüneburger Heide und bescherten den Gastgebern laut Landesamt für Statistik in Niedersachsen 82.842 Übernachtungen.“

Hinzu komme, dass die Deutsche Zentrale für Tourismus von einer Neuverteilung der Marktanteile im internationalen Tourismus während der Corona-Pandemie ausgeht, so Siebenbrodt weiter: „In der Krise liegt also auch die Chance, sich neue Kunden zu erschließen. Umso wichtiger ist es, jetzt zu handeln und den eigenen Betrieb beziehungsweise die Tourismusorganisation und die jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten.“

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Weitere Informationen zum Projekt „Gemeinsam International“ und Veranstaltungstermine sind zu finden unter www.logbuchinternational.de.