Gute Konjunktur in der Tourismuswirtschaft

Eine Grafik zeigt um die Buchstaben TRAVEL herum Symbole wie einen Fotoapperat, einen Leutchturm und ein Flugzeug.
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Die regionale Tourismuswirtschaft startet schwungvoll in die Sommersaison. Über die Hälfte der Gastgewerbebetriebe bezeichnen ihre gegenwärtige Geschäftslage als gut, mehr als ein Drittel als befriedigend. Das ist das Ergebnis der aktuellen Saisonumfrage Tourismus unserer IHK Lüneburg-Wolfsburg. Die Reisebüros und -veranstalter sind seit ihrem Tief in 2016 kontinuierlich auf Wachstumskurs: 56 Prozent hatten eine gute und 37 Prozent eine zufriedenstellende Wintersaison. Auch die Geschäftserwartungen für das Sommerhalbjahr fallen mehrheitlich positiv oder zufriedenstellend aus.

„Die wirtschaftliche Lage in unserer Tourismuswirtschaft hält sich erfreulich stabil auf hohem Niveau. Das macht den Weg frei für Investitionen, die auch nötig sind, um im immer schneller, digitaler und globaler werdenden Wettbewerb standhalten zu können. Unsere Betriebe haben das erkannt und handeln entsprechend“, sagt IHK-Tourismusexperte Martin Exner. Laut Umfrage planen 85 Prozent der Gastgewerbebetriebe und 72 Prozent der Reiseunternehmen in den kommenden Monaten zu investieren, vor allem in Modernisierungsmaßnahmen. Die Chancen, dafür einen Kredit zu erhalten, stehen übrigens gut. Mehr als die Hälfte der Gastgewerbebetriebe und 40 Prozent der Reiseunternehmer bewerten ihren Zugang zu Fremdfinanzierungsangeboten als gut oder befriedigend, einen schlechten oder keinen Zugang haben nur 18 beziehungsweise 14 Prozent, der Rest hat in letzter Zeit keine Finanzierung benötigt.

125 

Haben sich an der IHK-Saisonumfrage im April diesen Jahres beteiligt.

Sorge bereitet den Tourismusbetrieben weiterhin der Fachkräftemangel – und zwar mehr denn je. 73 Prozent der Gastgewerbebetriebe und 48 Prozent der Reiseunternehmern sehen darin ein Hemmnis für ihre künftige Entwicklung. Zum Vergleich: Vor vier Jahren bewerteten noch 50 Prozent (Gastgewerbe) und 28 Prozent (Reiseunternehmen) den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko. „Hier ist zum einen die Politik gefordert, der Branche unterstützend unter die Arme zu greifen. Auf der anderen Seite müssen aber auch die Unternehmen Änderungsbereitschaft zeigen, bei der Personalsuche neue Wege zu gehen und aktiv an ihrer Attraktivität als Arbeitgeber zu arbeiten“, kommentiert Exner. Er lädt dazu ein, hierfür das umfangreiche IHK-Angebot zur Fachkräftesicherung zu nutzen.