Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung

Die Digitalisierung bietet Chancen, stellt uns aber auch vor Herausforderungen.
Die Grafik zeigt ein 3D-Rendering evirtueller Gebäude aus Binärtürmen und einer Autobahn ind er Mitte des Bilds. Sie führt zum Horizont. Verschiedene Blautöne und Schwarz prägen das Farbbild.
Flexibles Arbeiten und vielfältige Möglichkeiten der Kundenansprache nehmen die regionalen unternehmen als Chancen der Digitalisierung wahr, noch aber gibt es einen hohen Weiterbildungsbedarf der Mitarbeiter, um diese Chancen auch nutzen zu können.

Vielfältige Kundenansprache, Flexibilität des Arbeitens, Effizienzsteigerung in Betriebsprozessen – diese Chancen sehen regionale Unternehmen in der Digitalisierung. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unserer Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW). Im Mittelpunkt der Fragen, die rund 885 Unternehmen beantworteten: die Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Geschäftsmodelle der regionalen Unternehmen. 

„Besonders überraschend: Lediglich 17 Prozent schätzen ihre Mitarbeiter als sehr gut vorbereitet auf den digitalen Wandel ein, mehr als 75 Prozent sehen einen Weiterbildungsbedarf“, sagt Zeinert. Dieser besteht für rund 77 Prozent im Umgang mit Datensicherheit und für„Als Top-3-Herausforderungen der Digitalisierung ranken unsere Unternehmen die steigende Bürokratisierung (69 Prozent), IT-Sicherheit (65 Prozent) und notwendige betriebliche Prozessveränderungen (54 Prozent)“, sagt IHKLW-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert. Rund 75 Prozent der Befragten fühlen sich von der Digitalisierung betroffen, mehr als 40 Prozent sogar stark. 

56 Prozent in der Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. „Für uns bestätigt sich damit, dass wir als IHKLW im Bereich Seminare und Lehrgänge auf dem richtigen Weg sind – sowohl inhaltlich als auch im Formatmix. So steigt die Nachfrage nach Onlineformaten wie Webinaren, auch, weil sie sich thematisch und zeitlich besser in den Alltag integrieren lassen.“ Der neue IHKLW-Zertifikatslehrgang „Digitale Kompetenz im Job“
(S. 41), der in Lüneburg ab Herbst angeboten wird, entspreche genau diesen Bedürfnissen. Insbesondere der Digitalisierungsgrad der Behörden sowie der Zugang zu Fördermitteln wird als ausbaufähig beziehungsweise ungenügend eingeschätzt (75 Prozent). Rund 54 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Unterstützung bei der Schaffung der notwendigen Infrastruktur. „Die Unternehmen bewerten besonders die Breitbandsituation als noch nicht zufriedenstellend – wobei unsere Umfrage auch die zum Teil enormen regionalen Unterschiede verdeutlicht“, erläutert Zeinert.

Während im Heidekreis rund 60 Prozent der Befragten mit der Breitbandverfügbarkeit zufrieden sind oder sie sogar als sehr gut bewerten, zeigt sich ein ganz anderes Bild in Lüchow-Dannenberg: Mehr als 80 Prozent sind hier der Meinung, die Situation sei ungenügend oder ausbaufähig. Auch Uelzen bewertet besonders kritisch: Knapp 70 Prozent der befragten Unternehmen sehen die Breitbandverfügbarkeit als ungenügend oder ausbaufähig. „Die Umfrage gibt uns ein erneutes Mandat für unsere politische Arbeit“, sagt Zeinert. „Für einige unserer Unternehmen ist eine verlässliche, schnelle Internetanbindung nach wie vor das Top-Thema. Das zeigt, dass wir mit unserer Breitbandinitiative die richtigen Impulse setzen.“