Hilfe für den Salon Hansen

Schatten von tanzenden Menschen vor einem blau-roten Licht.
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Die Stadt Lüneburg unterstützt den Kultur-Club Salon Hansen mit 25.000 Euro. Ab Januar soll der Kulturbetrieb mit neuem Betreiber, dem Originalton Lüneburg e.V., neu durchstarten.

Der Rat der Hansestadt Lüneburg hat ein weiteres Zeichen für die regionale Musik- und Kulturszene gesetzt. Einstimmig beschlossen die Ratsmitglieder am 27. Oktober, den Fortbestand des Salon Hansen zu sichern: Die ClubKulturWerke GmbH und der Originalton Lüneburg e.V. als alter und perspektivisch neuer Betreiber erhalten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von 25.000 Euro.

„Es ist inmitten der gesetzlichen Vorgaben für Hilfen nicht immer leicht zusätzlich zu unterstützen, aber wir versuchen gerade auch für die Kulturschaffenden Lösungen zu finden, so jetzt auch für den Salon Hansen“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge. „Ich verstehe die kulturelle Vielfalt als ein prägendes Merkmal unserer Stadt.“

Zehn Jahre lang habe der Salon Hansen das kulturelle Leben in Lüneburg bereichert, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Mit drei Beschäftigten und 15 Minijobbern bot die ClubKulturWerke GmbH im Vierorten-Haus eine Plattform für junge Künstlerinnen und Künstler aus der Region, begeisterte mit ihrem einzigartigen Konzept und dem Anspruch auf ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Doch dann kam Corona und schob dem Clubbetrieb einen Riegel vor.

Von den coronabedingten finanziellen Einbußen konnten sich die Betreiber nicht erholen: Die ClubKulturWerke GmbH wird sich zum Jahresende auflösen. Ohne Unterstützung wäre der Fortbestand des beliebten Treffpunkts ab Januar kommenden Jahres ernsthaft gefährdet gewesen. Damit es nicht so weit kommt, macht sich die Hansestadt Lüneburg für den Salon Hansen stark. Aktuell setzen sich die Verantwortlichen mit großem Engagement dafür ein, das bestehende Format für die Lüneburger Kulturlandschaft zu sichern. Die Verwaltung arbeitet derzeit mit den Köpfen hinter dem Salon Hansen an einem zukunftsfähigen neuen Konzept. Ab Januar 2021 soll demnach ein gemeinnütziger Verein die Einrichtung betreiben: der Verein Originalton e.V.

Um den Erhalt des Salon Hansen sicherzustellen bis ein regulärer Clubbetrieb wieder möglich ist, wird nun eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt sowie den alten und neuen Betreibern geschlossen. Mit den 25.000 Euro sollen die lokalen Kulturschaffenden unterstützt werden, denen es zuvor schon an Übungs- und Auftrittsorten fehlte und die selbst sehr unter den coronabedingt ausgefallenen Veranstaltungen leiden.

Die Hansestadt hat seit Beginn der Corona-Pandemie bereits drei Hilfsfonds zur Unterstützung wirtschaftlich geschädigter Akteure umgesetzt. Während Härtefallfonds I und II sich an Lüneburger Unternehmen richten, hat die „Neustartprämie für durch die Corona-Pandemie finanziell geschädigte freischaffende Künstlerinnen und Künstler sowie Kreative“ das kulturelle Leben im Blick. Entsprechend der Richtlinien können freischaffende Kreative einmalig 2.500 Euro als nichtrückzahlbaren Zuschuss erhalten. Die Modalitäten und Antragsformulare sind online zu finden unter www.hansestadtlueneburg.de/neustartpraemie. Die Antragsfrist läuft bis einschließlich 30. November 2020.