IHK warnt vor Abzocke

Bauklötze, beschriftet mit Fact und Fake
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Die zweifelhaften Angebote oder Zahlungsaufforderungen kommen per Post oder Fax. Gerade in der Ferienzeit werden die Unternehmer aufgefordert, eine Rechnung für einen Handelsregistereintrag oder eine Eintragung in ein Branchenverzeichnis zu überweisen oder zu unterschreiben. Doch was auf den ersten Blick seriös erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als fieser Trick: Wenn Unternehmer darauf hereinfallen, zahlen sie häufig viel Geld für Einträge in nutzlose Verzeichnisse, warnt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg.

IHK-Jurist Patrick Stöhr warnt: „Rechnungen für den Eintrag ins Handelsregister werden ausschließlich von den zuständigen Amtsgerichten übermittelt.“ Doch das wissen auch die dubiosen Anbieter und geben ihren Schreiben einen offiziellen Anstrich: Sie verwenden schon in der Überschrift das Wort „Handelsregisterbekanntmachungen“ oder drucken den Bundesadler auf. Besonders dreist wird es, wenn sogar die Anschrift des zuständigen Amtsgerichts als angebliche Absenderadresse angegeben wird.

„In der Urlaubszeit ist das Risiko besonders groß, dass dubiose Rechnungen von einer Vertretungskraft nicht erkannt und bezahlt werden“, sagt Stöhr. Die IHK rät Unternehmen daher, besonders aufmerksam zu sein und die Mitarbeiter sowie deren Urlaubsvertretungen, über die Praktiken unseriöser Anbieter zu informieren. Vor allem Existenzgründer und Kleinunternehmer wissen oft nicht, dass sie kein gesetzliches Widerrufsrecht haben und es daher meist sehr schwer möglich ist, sich von einmal abgeschlossenen Verträgen wieder zu lösen.