IHKLW und Unternehmen machen Berufe erlebbar

Ein Mann sitzt mit einer Gruppe Jugendlicher am Tisch und diskutiert, im Hintergrund sind Metaplanwände mit Kurvendiagrammen zu sehen.
Foto: ihklw/tonwert21.de
Mitarbeiter als Praxisbotschafter im Unterricht: Ein Anlagenmechaniker beispielsweise einen Workshop für den Physikunterricht zum Thema „Berechnung des Widerstandes und Anwendungsgebiete in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker“ planen.

Mit dem Projekt „Berufe erleben – praxisnah orientieren“ hat unsere IHKLW ihr Angebot für Unternehmen zur Berufsorientierung für die Klassen 8 bis 12 aller Schulformen erweitert. Dabei können Unternehmen Mitarbeitende als Praxisbotschafter in den Unterricht entsenden oder sie als Karrierebotschafter bei Elternabenden einsetzen, um sich als Ausbildungsunternehmen und ihre Ausbildungsberufe vorzustellen.

Mitarbeiter übernehmen als Praxisbotschafter den Unterricht

„Schülerinnen und Schülern fällt es oft schwer, den Unterrichtsstoff mit Kompetenzen für die berufliche Laufbahn zu verknüpfen“, sagt IHKLW-Projektmitarbeiterin Cornelia Bühler. „Sie fragen oft: Wozu lerne ich das denn? Genau hier setzen wir an, indem wir Fachkräfte aus Unternehmen als Praxisbotschafter einsetzen, die den Bezug zwischen Theorie und beruflicher Praxis herstellen.“

Unternehmen konzipieren dafür mit Unterstützung der IHKLW Praxis-Workshops für 90 Minuten. Die Themen orientieren sich am Lehrplan der Schulen und sind so vielfältig wie die Unternehmen selbst. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Unternehmen sehr kreativ sind und schon viele tolle Ideen entwickelt haben“, sagt Kirsten Deising, IHKLW-Beraterin für Berufsorientierung. Die Spannbreite reiche von nachhaltiger Unternehmensführung oder Unternehmensprozessen über das konkrete Berechnen der Flächen eines Schnittmusters bis hin zu Experimenten in den MINT-Fächern. Das Wichtigste sei der Praxisbezug und die Begeisterung, so Deising.

Auch für den Fall, dass die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie noch bis ins neue Schuljahr anhalten sollten, ist das Projekt-Team vorbereitet. „Die digitale Umsetzung eines Praxis-Workshops ist zwar nicht das Ziel, aber durchaus ein gangbarer Weg“, sagt Cornelia Bühler. Möglich sei es in dem Fall beispielsweise, kurze Videos zu produzieren, die auch über eine Kooperation mit Schulen hinaus einen Mehrwert für die Unternehmen hätten.

Karrierebotschafter begeistern Eltern

Ein weiterer Baustein des Projekts sind die Karrierebotschafter. Das sind junge Mitarbeitende in Unternehmen, die schon die ersten Schritte ins Berufsleben gegangen sind. Sie berichten bei Elternabenden über ihre ganz persönliche Karriere im Unternehmen und über die vielfältigen Perspektiven, die eine duale Ausbildung eröffnet.

Zwei junge Menschen stehen vor einer Klasse mit Eltern und Schülern und Präsentieren. Als Karrierebotschafter stellen junge Mitarbeiter ihre Berufe, das Ausbildungsunternehmen und Karrieremöglichkeiten vor.

Foto: ihklw/tonwert21.de

„Oft haben unsere Karrierebotschafter schon Erfahrung als IHKLW-Ausbildungsbotschafter gesammelt und ich freue mich, dabei selbst mitzuerleben, wie junge Menschen ihren Weg gehen“, sagt Kirsten Deising. „Diesen Weg authentisch aufzuzeigen und dabei relevante Informationen zu vermitteln, sind die besten Argumente für eine Ausbildung bei einem regionalen Unternehmen.“

Weitere Partnerbetriebe sind willkommen

Das Projekt „Berufe erleben – praxisnah orientieren“ richtet sich zunächst an Unternehmen und Schulen aus den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Celle und Heidekreis und wird über die Allianz für Fachkräfte Nord­ostniedersachsen mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond gefördert. Bereits mehr als 40 Unternehmen und zwölf Schulen sind als Partner an Bord.

Weitere Betriebe und Schulen aus den genannten Landkreisen, die dabei sein möchten, können sich wenden an das Team der IHKLW-Servicestelle Berufsorientierung: Cornelia Bühler, cornelia.buehler@ihklw.de, Tel. 04131 742-181; Kirsten Deising, kirsten.deising@ihklw.de, Tel. 04131 742-132.