Im Turbo zum eigenen Café

Die Café-Book-Gründerinnen Michaela Seehof, Valerie Höhne und Susanne Walsleben vor Bücherregalen.
Foto: tonwert21.de
„Anstrengend, macht aber auch einen Riesenspaß“: Michaela Seehof, Valerie Höhne und Susanne Walsleben (von links) betreiben das Café Book im Nebenerwerb. Die arbeitsreichen Abende und Wochenenden nehmen sie gern in Kauf.

Literatur ist ihre gemeinsame Leidenschaft: Die Journalistinnen Susanne Walsleben und Valerie Höhne sowie die Fotoredakteurin Michaela Seehof tragen schon einige Zeit die Idee mit sich herum, eine Buchhandlung mit Café und Veranstaltungsprogramm ins Leben zu rufen. Dann schreibt Susanne Walsleben im Sommer 2016 einen Text über die Wortwerke-Buchhandlungen – und gründet ein halbes Jahr später gemeinsam mit Valerie Höhne und Michaela Seehof selbst eine. Im Eilverfahren tüfteln sie am Konzept (von Autoren selbst verlegte Bücher, hausgebackene Kuchen, Musik und Lesungen), schreiben einen Businessplan, überzeugen den Eigentümer eines leerstehenden Cafés in Jesteburg, es ihnen zu vermieten, nehmen einen (wie sich später zeigt: etwas zu niedrigen) Kredit auf. Im Januar 2017 öffnet das Café Book. „Natürlich wusste niemand so genau, ob unsere Idee funktioniert“, berichtet Susanne Walsleben: „Aber nach dem ersten Jahr trafen die Erwartungen unseres Businessplans ziemlich genau ein.“

Für Susanne Walsleben, Valerie Höhne und Michaela Seehof ist das Café eine nebenberufliche Existenz – und soll es auch bleiben. Dafür nehmen sie arbeitsreiche Wochenenden und Abende in Kauf. „Das ist schon anstrengend, macht uns aber auch einen Riesenspaß“, sagt Valerie Höhne. Und Geld verdienen sie mit ihrer Leidenschaft auch.