Currywurst aus dem Kult-Wagen

Koch Dennis Schramm vereint mit seinem Hotcar Food Truck zwei Klassiker: In einem italienischen Ape Piaggio bereitet er besondere Currywurst-Varianten zu. Mit ihm sprach Merle Wagener.

Wer sind Sie und was machen Sie?

Seit dem Herbst 2016 biete ich mit meinem Hotcar, einer Ape Piaggio Classic, den ersten Food-Truck in Wolfsburg und Umgebung an. Dabei setzte ich auf ein deutsches Kultprodukt: die Currywurst. Ein Klassiker, den ich in verschiedenen Varianten und mit  einer Currysoße nach eigenem Rezept zubereite. Mein Ziel ist es, die beste Currywurst Wolfsburgs zu servieren.

Wie sind Sie auf die Idee gestoßen?

Ich bin gelernter Koch und war zuletzt sieben Jahre Küchenchef der Wolfsburger Tagungs- und Eventlocation Ideenherd. Den Wunsch, mich selbstständig zu machen, hatte ich schon recht früh. Allerdings war nie wirklich klar, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Im letzten Jahr habe ich dann den Entschluss gefasst, ein kleines Cateringunternehmen zu gründen: mit einem Food Truck. Denn sowas gab es in Wolfsburg noch nicht. Ich finde aber, dass das Konzept extrem gut her passt – wir sind hier schließlich in der Autostadt. Da die Ape Piaggio wie die Currywurst ein Klassiker ist, habe ich mich für dieses Modell entschieden – und es in Handarbeit zum Food Truck ausbauen lassen.

Was macht Sie anders als andere?

Ich biete nicht nur die klassische Currywurst an, sondern mehrere Varianten, um viele verschiedene Geschmäcker zu erreichen –von der Berliner Currywurst, der VW-Currywurst über eine italienische Salsicca, die mit Fenchel abgeschmeckt ist. Und seit kurzem bereite ich auch eine vegane Variante zu. Dazu gibt es bei mir keinen gewöhnlichen Ketchup, sondern eine Soße nach eigenem Rezept und eine Bio-Currygewürzmischung. Dadurch kann auch die Schärfe ganz den Kundenwünschen angepasst werden. Als Beilage gibt es Pommes frites, die aus Kartoffeln aus der Region gefertigt werden und Brötchen von einer kleinen Bäckerei aus Isenbüttel.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Ursprünglich wollte ich, wenn das Konzept gut läuft, noch einen zweiten oder dritten Wagen anschaffen. Inzwischen sieht meine Planung aber einen festen Standort, zusätzlich zum Food-Truck, vor. Zum Beispiel ein Street-Food-Restaurant oder einen modernen und ansprechenden Imbiss. Beides ließe sich toll verbinden.

Was raten Sie anderen Jungunternehmern?

Wenn sich das Unternehmen nicht gleich wie erwartet entwickelt, oder es mal zu Rückschlägen kommt, auf keinen Fall entmutigen lassen. Das kommt auf jeden zu, aber man muss auch nicht alles alleine stemmen. Es gibt so viele Anlaufstellen zu verschiedensten Themen. Bei der IHK beispielsweise habe ich Sprechtage mit Steuerberatern oder zur Werbung und dem Social Network besucht. Man kann nicht alles wissen, aber man kann sich Hilfe holen. Im besten Fall kann man auch auf ein schon bestehendes Netzwerk zurückgreifen – ob aus anderen Unternehmern, Freunden und Bekannten oder offiziellen Beratungsstellen. Dann kann man sich selbst viel mehr auf die eigentliche Kernkompetenz konzentrieren. Bei mir bedeutet das, die beste Currywurst Wolfsburgs zu braten.

Mein Glück wäre perfekt, wenn…

… wenn das Geschäft weiter so gut läuft und sich daraus ein fester Standort oder eine Location entwickelt.

Steckbrief

Unternehmen:         HOTCAR – by Dennis Schramm

Website:                    www.hotcar-foodtruck.de

Startkapital:              50.000 Euro

Gründungsdatum: 1. Oktober 2016

Branche:                   Gastronomie

Idee:                           Foodtruck – Currywurst – Catering

Hotcar in Wolfsburg
Dennis Schramm im Hotcar Food Truck