Treffpunkt für Politik und Wirtschaft

Rund 150 Gäste aus Politik, Regierung und den sieben Kammern der IHK Niedersachsen begrüßte IHKN-Präsident Dr. Christian Hinsch gemeinsam mit den Präsidenten und Hauptgeschäftsführern der niedersächsischen IHKs zum Parlamentarischen Abend.

Zu den Gästen zählten Landtagspräsident Bernd Busemann, Wirtschaftsminister Olaf Lies, Finanzminister Peter-Jürgen Schneider und weitere Mitglieder der Landesregierung sowie die Vorsitzenden der vier Landtagsfraktionen. Sie alle nutzten die Gelegenheit, sich in der entspannten Atmosphäre des Hannoverschen Kultlokals „Ständige Vertretung“ über aktuelle wirtschaftspolitische Themen abseits des politischen Alltags auszutauschen.

IHKN-Präsident Dr. Christian Hinsch bedankte sich bei der Politik für die konstruktive Zusammenarbeit. Sie habe auch bei der Gründung der IHK Niedersachen geholfen, die die sieben niedersächsischen IHKs seit Januar 2017 wieder in einer Landesarbeitsgemeinschaft vereint.

Im künftigen Landtagswahlkampf wünscht sich Hinsch eine sachliche Auseinandersetzung. Er kündigte ein Positionspapier der IHK Niedersachsen zur Landtagswahl an.

„Im Bereich Bildung wünsche ich mir mehr Unterstützung für die duale Berufsausbildung, um die uns die ganze Welt beneidet“, sagte Hinsch. „Im Ausbau der digitalen Infrastruktur müssen wir noch deutlich zulegen. Und die Gefahr für den Mittelstand, durch immer neue bürokratische Gesetze und Verordnungen erdrückt zu werden, ist keinesfalls gebannt.“

Die Rolle der IHK sei es, sich unabhängig von Branchen oder Einzelunternehmen für die Gesamtinteressen der niedersächsischen Wirtschaft einzusetzen. Diese Rolle sei durch das jüngste Bundesverfassungsgerichts-Urteil zur IHK-Pflichtmitgliedschaft gestärkt worden.

In seinem Grußwort mahnte Landtagspräsident Bernd Busemann, man müsse beim Thema Breitband aufpassen, nicht abgehängt zu werden. Daneben dürfe man das Thema Fachkräfte nicht aus dem Auge verlieren. Gleiches gelte für Niedersachsens Infrastruktur. Hier sei es vor allem wichtig, die Planungszeiten zu verkürzen. Es könne nicht sein, dass man 10 Jahre für eine Brückenreparatur brauche, wenn nur ein Pfeiler beschädigt sei. Zuletzt mahnte er alle anwesenden Politikerkollegen, im kommenden Wahlkampf nicht zu große Geschenke zu verteilen. Die zugesagten Gelder müsse man ja erst erwirtschaften – auch wenn die Konjunktur nicht mehr so brummen sollte.

Die Gäste nutzten den sommerlichen Abend, um in kleineren und größeren Gesprächsrunden Kontakte zwischen Wirtschaft und Politik zu knüpfen und zu vertiefen und sich informell über aktuelle Themen auszutauschen.

Die IHK Niedersachsen

Die IHK Niedersachsen ist die Landesarbeitsgemeinschaft der IHK Braunschweig, IHK Hannover, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Oldenburgischen IHK, IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim, IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum. Sie vertritt rund 460.000 gewerbliche Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.

IHKN-Hauptgeschäftsführerin Dr. Susanne Schmitt im Gespräch mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Frank Nägele
IHKN-Hauptgeschäftsführerin Dr. Susanne Schmitt im Gespräch mit Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Frank Nägele