Trommelwirbel für den stationären Handel

Mit Musik, Spielen und jeder Menge toller Angebote haben hunderte Händler im gesamten IHK-Bezirk am ersten Septemberwochenende zum „Heimat shoppen“ eingeladen. In Uelzen beispielsweise führte ein roter Teppich die Kunden zu den teilnehmenden Geschäften, in Celle ein roter Faden. Und während in den Straßen zahlreiche Vereine trotz Regen für beste Einkaufsstimmung sorgten, punkteten Ladeninhaber und Verkäufer mit kompetenter Beratung – und überzeugenden Argumenten.

Denn die IHK-Initiative Heimat shoppen ist mehr als ein unterhaltsames Einkaufserlebnis. „Uns geht es darum, den stationären Handel zu stärken und den Kunden bewusst zu machen, dass sie mit dem Einkauf vor Ort ihr eigenes Lebensumfeld mitgestalten können“, sagt IHK-Projektleiter Harald Kätker. „Die örtlichen Betriebe bieten viel mehr als die reine Versorgung der Menschen mit Waren und Dienstleistungen: Sie zahlen an ihrem Standort Steuern und tragen so zu einer guten öffentlichen Infrastruktur in den Gemeinden bei.“ Gründe, die Kunden überdenken sollten, bevor sie sich für das vermeintliche Schnäppchen aus dem Internet entscheiden.

Das findet auch Nina Zierenberg, Auszubildende bei der Buchhandlung Decius in Uelzen, die voll hinter der Aktion Heimat shoppen steht: „Es ist wichtig, Aufmerksamkeit bei den Menschen zu erzielen, damit die Läden auch in Zukunft noch da sind.“ Den unschlagbaren Vorteil des stationären Handels gegenüber der Online-Konkurrenz, bringt im Modewerk in Walsrode Kunde Andreas Schiroky auf den Punkt: „Im lokalen Handel kann ich einen Artikel anprobieren und direkt mitnehmen – das kann der Kauf im Internet nicht bieten.“

Nach zwei Tagen Heimat shoppen zieht IHK-Projektleiter Kätker eine positive Bilanz: „Die Aktion kam bei den Kunden sehr gut an. Das ist vor allem dem Einfallsreichtum der Händler zu verdanke, die das Heimat shoppen mit tollen Ideen zu einem Erlebnis für Kunden gemacht haben.“ Vor Ort hatten das Großevent die teilnehmenden Werbegemeinschaften und Stadtmarketingorganisationen mit Unterstützung der sieben regionalen Sparkassen und der örtlichen Medienpartner umgesetzt. Schon jetzt steht fest: Im kommenden Jahr soll Heimat shoppen in die zweite Runde gehen.

Heimat shoppen, Nina Zierenberg
Nina Zierenberg, Auszubildende bei der Buchhandlung Decius in Uelzen: „Es ist wichtig, Aufmerksamkeit bei den Menschen zu erzielen, damit die Läden auch in Zukunft noch da sind.“ Foto: Andreas Tamme
modewerk Walsrode, Heimat shoppen
Andreas Schiroky ist überzeugter Heimatshopper. Im Modewerk Walsrode fühlt er sich von Brigitte Böger gut beraten. Foto: Andreas Tamme Böger