Tierisch gut beraten

Der Buddha ist ein Hingucker: Majestätisch sitzt die Figur im Kies, umrahmt von Grünpflanzen, zwischen denen bunte Zierfische anmutig durchs Wasser gleiten. Eine tierische Wohlfühloase und zugleich ein Aushängeschild für das Zooparadies Seupel. Denn mit dem Aquarium im „Asien-Style“ belegte Mitarbeiterin Birgitta Höltershinken den ersten Platz bei den Meisterschaften im Aquarium-Einrichten. Inhaberin Marion Beinlich freut sich nicht nur mit der Gewinnerin über Pokal und Bericht in der Lokalzeitung, sondern vor allem über die Anerkennung für herausragende Kompetenz: „Unsere Aquaristik-Fachfrau ist einfach top“, sagt die Chefin stolz.

Der Erfolg ist kein Zufall. Auf die Aus- und Fortbildung ihrer sechs Mitarbeiter legt die Inhaberin großen Wert. Regelmäßig nimmt das Personal an Fachsymposien der Branche teil. Als Einzelhändlerin spürt Beinlich den Druck der digitalen Einkaufswelt nur zu gut. „Es gibt Leute, die sich hier ausführlich beraten lassen und dann zu Hause im Internet kaufen“, sagt sie, „aber wir haben sehr viele Stammkunden, die weite Wege in Kauf nehmen, weil sie unser Knowhow und unseren Service schätzen.“ Das sei schließlich auch die Hauptaufgabe eines Zoofachgeschäftes. „Bei uns geht es ja nicht darum, einen Sack Futter über den Ladentisch zu schieben, sondern darum, dass Mensch und Tier sich miteinander wohlfühlen.“ Das fängt beim Tierkauf an und hört bei der Futterberatung noch längst nicht auf. „Ein Aquarium wirkt beruhigend, ein Vogel verbreitet fröhliche Stimmung und ein Meerschweinchen ist für Kinder wie ein kleiner Freund. Wir müssen häufig erst herausfinden, welches Tier zum Kunden passt – und manche Idee auch ausreden, weil Tierwohl für uns an erster Stelle steht.“ In großzügigen Abteilungen sind Nager, Vögel und Fische untergebracht. Dazu findet der Tierfreund alles von Aquarium bis Zeckenzange auf 600 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Es sind die vielen netten Kleinigkeiten, aus denen Beinlich ihr spezielles Servicepaket geschnürt hat: der Gutschein für die Krallenpflege beim Kauf eines Nagers, das Umtauschrecht, falls das hypoallergene Spezialfutter partout nicht schmecken will, die Gratis-Leckerlis obendrauf, die professionelle Wasseranalyse – und der Urlaubsservice: „Wir nehmen Tiere in Pension, die hier gekauft wurden“, sagt Beinlich, „das ist für viele Kunden eine große Erleichterung.“

Dabei nutzt das Geschäft die Möglichkeiten des Internet: Die Kooperation mit dem Einkaufsverbund „Zookauf“ bietet Zugriff auf rund 10.000 weitere Artikel, die an Online-Terminals im Laden bestellbar sind. Und wem der tierische Gefährte noch fehlt, der kann sich vorab Kaninchen und Meerschweinchen bei facebook anschauen. „Das wird sehr gut genutzt“, sagt die Inhaberin und schmunzelt: „Man muss sich ja verlieben in sein Haustier.“

Verliebt in Tiere ist Marion Beinlich, so lange sie denken kann. Mit 16 Jahren startete sie 1977 ihre Ausbildung bei Geschäftsgründer Johannes Seupel. Seit nun 30 Jahren leitet sie mit Ehemann Torsten Beinlich ein Geschäft, das immer ihr Lebensinhalt war – und das mit dem Umzug 2002 seine Verkaufsfläche noch einmal verdreifachte. Stets an ihrer Seite: die beiden Collies Dustin und Date. „Das sind unsere Ladenhüter“, sagt sie und lacht: „Ohne Tier kann ich einfach nicht.“

Ute Klingberg

Die IHK gratuliert zum Jubiläum und wünscht für die weitere Tätigkeit. Werfen Sie einen Blick auf alle Jubilare im Überblick (Oktober/November).

Torsten und Marion Beinlich, Inhaber Zooparadies Seupel in Celle
Aquarium im Zooparadies Seupel
Blick in das Zooparadies Seupel