Ausgezeichnete Leseerlebnisse

Die Lüneburger Buchhandlung Lünebuch lässt Literatur lebendig werden – mit jährlich rund 200 Lesungen, Events, Ausstellungen und Aktionen zur Leseförderung. Für diese vorbildliche unternehmerische Kulturförderung hat Lünebuch Anfang November den KulturKontakte-Preis in der Kategorie kleines Unternehmen erhalten.

Die Gemeinschaftsinitiative KulturKontakte – dahinter stehen das Land Niedersachsen, unsere IHK Lüneburg-Wolfsburg sowie die IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum und die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade – verleiht den undotierten KulturKontakte-Preis seit 2004 an Unternehmen, die mit nachahmenswerten Ideen Kunst und Kultur in Niedersachsen fördern. Wichtige Kriterien für die Auszeichnung sind Erfindungsreichtum und Mut zur Kooperation. Und davon beweisen Lünebuch-Inhaber Jan Orthey und sein Team jede Menge.

So präsentierte Lünebuch erst kürzlich eine Lesung des Erfolgsautors Daniel Kehlmann im Fürstensaal des historischen Rathauses. „Der Fürstensaal ist normalerweise nicht für Veranstaltungen geöffnet“, sagt Orthey, „Insofern ist das ein gutes Beispiel dafür, wie es uns Hand in Hand mit der Stadt gelungen ist, ein besonderes Leseevent zu bieten.“ Gleiches gilt für das Lüneburger Krimifestival. Bei insgesamt 17 Veranstaltungen an 16 Tagen an 16 verschiedenen Veranstaltungsorten hat Lünebuch in diesem Jahr  mehr als 5.000 Gäste begrüßt – und mit Stars der Krimiliteratur begeistert. Mit dabei: Donna Leon, Simon Beckett, Jo Nesbo, Sebastian Fitzek und Nele Neuhaus.

Auf die Frage, was ihn antreibt, muss Jan Orthey, nicht lange überlegen: „Ich möchte die Lust am Lesen wecken.“ Die Leseförderung liege ihm besonders am Herzen. Dafür kooperiert Lünebuch mit Kindergärten und Schulen in der Region und veranstaltet für junge Leser von 7 bis 12 Jahren einen Leseclub.
Außerdem setzt der KulturKontakte-Preisträger seit 39 Jahren zusammen mit der Stadt die Lüneburger Kinder- und Jugendbuchwoche um und unterstützt Lehrer durch Fortbildungen in Sachen Leseförderung. „Unser Engagement geht weit über den Buchhandel hinaus“, sagt Orthey. „Wir sind kultureller Hotspot Lüneburgs.“

Vorbildlich befand dieses Engagement auch die Jury des KulturKontakte-Preises, der es darum geht, Beispiele guter Praxis zu würdigen, die zeigen, wie Wirtschaft und Kultur langfristig voneinander profitieren. Auch deshalb, weil „eine lebendige Kunst- und Kulturszene bei der Standortwahl von Unternehmen und Fachkräften ein ausschlaggebendes Kriterium sein kann und die Lebensqualität im ländlichen Raum steigert“, betonte Ralf Borchers, Referatsleiter Mittelstand und Handwerk des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums, bei der Preisverleihung in Goslar.

Weitere KulturKontakte-Preisträger 2017 sind in der Kategorie „großes Unternehmen“ die EDEKA Minden-Hannover Stiftung & Co. KG für die Förderung von Plattdeutsch und in der Kategorie „Sparkassen sowie öffentlich-rechtliche Unternehmen und Stiftungen“ die EWE Stiftung für die Sanierung und Restaurierung historischer Orgeln.