Jugend forschte in Lüneburg

Zwei Jugendliche sitzen vor Reagenzgläsern mit blauer Flüssigkeit. Die schüler tragen Schutzbrillen, im Vordergrund sind Pipettenflschen und ein Smartphone zu sehen.
Foto: tonwert21.de/tamme
Rund 100 junge Forscher haben ihre Projekte beim Regionalwettbewerb Jugend forscht in Lüneburg vorgestellt, 13 Projekte haben es in die nächste Runde geschafft.

Rund 100 Jugendlichen und 60 Projekten aus Naturwissenschaften und Technik hat das Lüneburger Software-Unternehmen Werum IT Solutions GmbH Anfang Februar vor einer interdisziplinär besetzten Expertenjury eine Bühne geboten – beim Regionalwettbewerb Jugend forscht in der Leuphana Universität Lüneburg.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigten eine große Bandbreite an Forschungsthemen: Ob „Biologisch abbaubare Beschichtung für Pappbecher“, „Trocknungsbeschleunigung von Ölfarbe“, „Regenablaufproblematik in unseren versiegelten Städten“ oder „Bauernregeln – neue Technik oder alte Erfahrung?“. Insgesamt haben 13 Projekte einen ersten Platz erhalten und sich damit qualifiziert für die Landeswettbewerbe von „Jugend forscht“ im März in Oldenburg und „Schüler experimentieren“, dem Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler bis 14 Jahre, in Clausthal-Zellerfeld. Für die Jugend forscht-Landessieger geht es dann noch eine Runde weiter: Sie treten vom 21. bis 24. Mai beim großen Bundesfinale in Bremen an.

Wie funktioniert das eigentlich?

Die meisten Siegerarbeiten des Regionalwettbewerbs Lüneburg haben Projektgruppen des Gymnasiums am Kattenberge in Buchholz und des Johanneums Lüneburg abgeräumt. Währende der Feierstunde lobte Lüneburgs Bürgermeisterin Christel John, dass der Wettbewerb junge Menschen dazu animiere, „sich auch mit Dingen auseinanderzusetzen, die vielleicht gerade nicht auf dem Stundenplan stehen. Dinge, die euch Schülerinnen und Schülern vielleicht schon einmal im Alltag begegnet sind, bei denen ihr euch gefragt habt: Wie funktioniert das eigentlich? Ihr habt hinterfragt, geforscht, manches Mal auch gezweifelt oder einen Rückschlag hingenommen. Diese Erfahrungen werden euch mit Sicherheit auch in Zukunft helfen. Und vielleicht entdeckt der ein oder andere sogar schon Studiengänge oder mögliche Berufe für sich, die ihn nach der Schule interessieren könnten.“

Neben den Jungforschern wurden auch Schulen und Lehrer ausgezeichnet: Schulpreise gehen an das Gymnasium Oedeme und die Halepaghen-Schule Buxtehude. Über Lehrerpreise freuten sich Michael Fügener vom Johanneum Lüneburg und Dr. Hans-Otto Carmesin vom Gymnasium Athenaeum Stade.

Werum fördert naturwissenschaftlichen Nachwuchs

Seit 1985 wetteifern Nachwuchsforscher beim Regionalwettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren in Lüneburg um den Einzug in den weiterführenden Landeswettbewerb. Den Regionalwettbewerb nach Lüneburg geholt hat Dr. Wolfram Juretko von der Wilhelm-Raabe-Schule. Im Jahr 2009 übernahm Dr. Andrea Schroedter vom Gymnasium Hittfeld die Leitung des Regionalwettbewerbs. Als Patenunternehmen übernimmt die Werum IT Solutions GmbH die Organisation und Finanzierung des Wettbewerbs. Die Leuphana Universität stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung. Als Anbieter für Software zur Produktionssteuerung in der Pharmaindustrie konzentriert sich die Werum IT Solutions GmbH seit vielen Jahren auf die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses in der Region. Neben Jugend forscht unterstützt Werum nach eigenen Angaben auch Schulen beim Thema MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften & Technik).

Insgesamt haben sich in diesem Wettbewerbsjahr bundesweit 4.742 junge Menschen für Jugend forscht angemeldet, der Mädchenanteil liegt knapp über 40 Prozent.