Lüneburg-Hilfsfonds für Gastronomie und Handel

Blick auch den Stint in Lüneburg: Im Vordergrund die Ilmenau, dahinter alte Fachwerkhäuser und Sonnenschirme für die Gastronomie.
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Mit dem Hilfsfonds "Wir für Lüneburg" will die Hansestadt die Attraktivität Lüneburgs sichern und lokale Händler und Gastronomen dabei zu unterstützen, ihr Geschäft wiederaufnehmen zu können.

Angesichts der Auswirkungen der Corona-Krise auf den lokalen Handel und die Gastronomie legt die Hansestadt Lüneburg einen Härtefallfonds zur Unterstützung von Geschäftstreibenden bei der Wiederaufnahme ihres Betriebs auf. Nachdem der Verwaltungsausschuss der Stadt die Richtlinie am 23. April bestätigt hat, soll der Rat der Stadt am 28. April den Beschluss fassen. Anträge können bereits seit dem 24. April per Online-PDF unter www.hansestadtlueneburg.de/haertefallfonds-hlg gestellt werden. Die Antragsfrist endet am 8. Juni.

„Unser Ziel ist es, die Attraktivität der Hansestadt Lüneburg als lebenswertes urbanes Zentrum zu sichern und unsere Händler und Gastronomen dabei zu unterstützen, ihr Geschäft wiederaufnehmen zu können“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Die Mittel kommen aus dem Fonds „Wir für Lüneburg“. Einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.500 Euro erhalten können Betriebe, die ihre Hauptniederlassung in der Hansestadt haben und nachweislich existenzbedrohende Einbußen durch die Folgen der Corona-Pandemie verzeichnen. Voraussetzung ist, dass zuvor alle zur Verfügung stehenden Hilfen aus Landes- und Bundesmitteln ausgeschöpft wurden.

Maßgebend für eine Förderzusage ist die Bewertung nach einem Punktesystem, in welches unter anderem die Bedeutung des jeweiligen Betriebes für das Stadtleben sowie die Anzahl der Beschäftigten einfließen. Über die Vergabe der Zuschüsse soll der Verwaltungsausschuss der Stadt Lüneburg auf Empfehlung eines Beirates regelmäßig und kurzfristig entscheiden.

Der siebenköpfige Beirat setzt sich zusammen aus Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek, der Vorsitzenden Jule Grunau (Grüne) und dem stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Goralczyk (CDU) des Wirtschaftsausschusses, dem Geschäftsführer Jürgen Enkelmann und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus-Dieter Salewski (SPD) der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG), dem Geschäftsführer der Lüneburg Marketing GmbH (LMG) Lars Werkmeister sowie der Stabsstellenleiterin des Büros des Oberbürgermeisters Stefanie Kibscholl.

Insgesamt sind für den Fonds zunächst zwei Millionen Euro vorgesehen, Oberbürgermeister Mädge betont aber: „Eine konkrete Deckelung soll es nicht geben, sondern wir wollen jedem Betrieb, der nach den Förderrichtlinien für einen Zuschuss infrage kommt, diesen auch zukommen lassen. In der gegenwärtigen Situation ist es uns wichtig, unseren Gewerbetreibenden eine schnelle und unkomplizierte Hilfe – nicht nach dem Windhund-Prinzip, sondern für alle – anzubieten.“ Mehrausgaben, so Mädge, müssten dafür gegebenenfalls in Kauf genommen und zu einem späteren Zeitpunkt haushalterisch ausgeglichen werden.

Unterstützung bei der Beantragung erhalten Antragstellende bei der WLG, Tel. 04131 2082-20 oder per Mail an info@wirtschaft.lueneburg.de, sowie bei der LMG, Tel. 04131 207 66-0 oder per Mail an lars.werkmeister@lueneburg.info.