Mit dem BattleKart über die virtuelle Piste

Die Eröffnung von Battlekart in Bispingen
Foto: Tonwert21.de
Jens-Peter Sachau ist einer der Geschäftsführer der BattleKart in Bispingen, welche am 1. Oktober im Gewerbegebiet Horstfeld eröffnet wird.

Bei „Mario Kart“ wirft man Bananen, beim „BattleKart“ dagegen virtuelle Ölfässer. Und auch sonst soll es ein ganz anderes Erlebnis werden, das ab 1. Oktober in einer rund 1.800 Quadratmeter großen Halle in Bispingens Vergnügungsquartier an der Autobahn 7 geboten wird. Während man das von Nintendo entwickelte Videospiel „Mario Kart“ in den Händen hält, ist man beim großen Bruder gewissermaßen mitten drin. Man spielt „BattleKart“ nicht, man ist vielmehr Teil des Spiels.

Ob Berg- und Tal-Abenteuerressort, Verrücktes Haus, Trampolinpark oder Abenteuerlabyrinth – die diversen Event-Hallen im Gewerbegebiet Horstfeld haben sich für die Gemeinde Bispingen längst zu einem touristischen Zugpferd entwickelt. „Diese Attraktionen haben für uns eine große Bedeutung“, betont Margret Hedder, Geschäftsführerin der Bispingen Touristik. Nach den Corona bedingten Zwangsschließungen boome der Tourismus in der Heide nunmehr geradezu. „Die Menschen entdecken ihr Heimatland wieder“, sagt Hedder. Und mit dem „BattleKart“ haben sie eine Attraktion mehr zu entdecken.

Es ist die erste Kartbahn dieser Art in Deutschland, Franchisegeber ist BattleKart Belgien. Rund eine Million Euro investieren Geschäftsführer Jens-Peter Sachau und sein Kollege Michael Kolbinger in das Projekt. Die beiden betreiben auch das Ralf Schumacher Kartcenter in der unmittelbaren Nachbarschaft – der übrigens 1996 die erste Attraktion an der Autobahnabfahrt Bispingen war.

Mit dem klassischen „Rundendrehen“ wie im Kartcenter habe BattleKart aber nichts zu tun, erklärt Sachau. Vielmehr fahren die Teilnehmer mit ihren Karts über eine virtuelle Piste, die durch Beamer von der Decke auf den Fußboden projiziert wird. Unter der Fahrbahn sorgen Sensoren dafür, dass man die aufgezeigte Strecke auch nutzen muss. Es können verschiedenste Routen vorgegeben werden, zwölf Fahrer machen ein Rennen. Ein Mindestalter ist nicht erforderlich, lediglich eine Mindestgröße von 1,50 Metern.

Natürlich habe man angesichts der Corona-Pandemie darüber nachgedacht, ob und wie man das Projekt umsetzen solle, räumt Sachau ein. Letztlich habe man sich dazu entschieden, erst mal ein bisschen kleiner und mit eingeschränkter Gastronomie zu beginnen. Zwei festangestellte Mitarbeiter und rund ein Dutzend Aushilfen werden vorerst beschäftigt. „Sollte das gut anlaufen, haben wir weitere Projekte in der Hinterhand“, sagt der Geschäftsführer. Margret Hedder von der Bispingen Touristik hört das gerne. Denn gerade die Hallen-Angebote sind bei schlechtem Wetter ein Anziehungspunkt auch für Tagesbesucher.