Neuer Co-Working-Space im Bahnhof

Im Bahnhof Eschede soll ein Co-Working-Space entstehen.

Gerrit Dehrmann ist Geschäftsführerin des Celler Netzwerks, das demnächst drei Flächen für Co-Working betreibt.

Die Nachfrage ist so hoch, dass es eine Warteliste gibt: Mit dem Angebot von Co-Working-Arbeitsplätzen hat das „netzwerk Celle “ einen Nerv getroffen. Und weil es den Bedarf an flexibel zu mietenden Büros und Schreibtischen nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land gibt, plant die Betreibergesellschaft jetzt eine Außenstelle in Eschede. Im alten Bahnhof sollen Freiberufler, Gründer, Pendler, Angestellte und Unternehmen voll ausgestattete Schreibtische und Büros mieten können – inklusive Glasfaseranschluss. „Der Bahnhof ist ein tolles Objekt für eine solche Idee“, sagt Gerrit Dehrmann, Geschäftsführerin der CelleCreativ Coworking Betreibergesellschaft mbH. „Er liegt an der viel befahrenen Nord-Süd-Achse zwischen Hamburg und Hannover und bietet wunderbare Räumlichkeiten zum Arbeiten.“ Sowohl im ehemaligen Metronom-Reisebüro als auch im Hauptraum sowie im einstigen Fahrdienstleiterbüro gebe es Möglichkeiten, Büros einzurichten.

Mehr Nachfrage als Angebot

Der sogenannte „Open Space“ im Wintergarten am Südwall in Celle.

Gespräche zwischen Besuchern der im Bahnhof befindlichen Ausstellung des Naturparks Südheide und den Mietern, eine ruhige Umgebung für Reisende, die beim Warten auf den Zug ein wenig arbeiten möchten: Wenn alles fertig und geöffnet ist, stellt sich Gerrit Dehrmann den Bahnhof Eschede als Ort für Austausch und Verknüpfung aller Art vor. Gegründet hat sich „netzwerk Celle“ Anfang 2019 aus den Gesellschaftern CelleCreativ e.V. mit 51 Prozent Anteilen und der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg mit 49 Prozent. Im Sommer 2019 zogen die ersten Mieter in den Co-Working-Space am Südwall in Celle. Die Kapazitäten dort sind längst ausgeschöpft. „Wir haben gerade seit der Corona-Zeit mit dem vermehrten Homeoffice einen so großen Zulauf, dass wir händeringend nach Räumen suchten“, sagt Dehrmann.

Die fanden sich in der Planckstraße in Celle, sodass dort ab sofort ebenfalls weitere Schreibtische zu mieten sind. Die Anzahl der Schreibtische in den Räumen sowie die jeweils zulässige Anzahl von Personen in Besprechungsräumen passt das Netzwerk den jeweils geltenden Vorschriften laut Corona-Verordnung an, sagt Dehrmann. „Die Anzahl unserer flexiblen Schreibtische am Südwall mussten wir von vier auf drei reduzieren, aber in der Planckstraße haben wir glücklicherweise noch Kapazitäten und können derzeit noch sechs Arbeitsplätze anbieten.“

Besprechungsraum für 25 Euro pro Stunde

Der Besprechungsraum im Co-Working-Space am SŸdwall in Celle.

Gerade auch die Besprechungsräume seien für viele interessant, die kein eigenes Büro besitzen und berufliche Treffen nicht im Café durchführen können oder möchten. Eine Stunde kostet 25 Euro. Die größte Nachfrage besteht laut Dehrmann zurzeit nach Einzelbüros. „Viele möchten nicht zu Hause arbeiten, aber einen Raum für sich alleine haben.“ Ein Einzelbüro kostet pro Monat zwischen 280 und 620 Euro. Das A und O dabei sei der Internetanschluss. „Gerade im ländlichen Bereich ist das oft ein Problem“, so Dehrmann. Den Co-Working-Space am Südwall unterstützt der lokale Stromversorger SVO mit einer kostenlosen 500 Mbit-Leitung. Über die Glasfaserversorgung im Bahnhof Eschede laufen derzeit Gespräche. Wann die ersten Arbeitsplätze im Bahnhof Eschede zu nutzen sein werden, steht noch nicht fest. Wer Interesse hat, kann sich aber schon jetzt an Gerrit Dehrmann wenden: Tel. 0160 7994530.