Neuer Kooperationspartner für Leuphana Universität

Blick auf das von Daniel Libeskind entworfene Zentralgebäude der Leuphana Universität.
Foto: shutterstock.com/Olaf Simon
Die Leuphana Universität Lüneburg arbeitet bereits mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und dem GIGA Hamburg zusammen, neu zählt jetzt das DIW Berlin zu den Kooperationspartnern.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und die Leuphana Universität Lüneburg haben in einem jetzt abgeschlossenen Kooperationsvertrag vereinbart, künftig in Forschung, Lehre und anderen Aufgabenfeldern zusammenzuarbeiten. Dazu wollen sie auf den Gebieten Nachhaltigkeitsforschung und Energiepolitik gemeinsame Vorhaben entwickeln und auch bei der Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses kooperieren. Außerdem werden sie gemeinsam eine Professur für „Energiewirtschaft und Energiepolitik“ ausschreiben und besetzen. Arbeitsschwerpunkte dieser Professur werden unter anderem energiewirtschaftliche Zusammenhänge und die Entwicklung von Szenarien für die künftige Energieversorgung sein.

Die neue Professur wird am Lüneburger Institut für Nachhaltigkeitssteuerung angesiedelt und bildet ein Bindeglied zwischen den vorhandenen Professuren Energie- und Umweltrecht sowie Nachhaltigkeitspolitik. Die Kooperationspartner erwarten von der neuen Professur, dass sie wichtige Beiträge zur aktuellen gesellschaftlichen Debatte um die künftige Gestaltung der Energienutzung in Deutschland leistet. Der Inhaber der Professur wird auch am DIW Berlin und dort vor allem in der Forschung und auf dem Gebiet des Wissenstransfers tätig sein.

Für Universitätspräsident Sascha Spoun ist die neue Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Vernetzung mit exzellenten außeruniversitären Forschungseinrichtungen: „Nach dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und dem GIGA Hamburg haben wir mit dem DIW Berlin einen weiteren renommierten Partner für die Zusammenarbeit mit der Leuphana gewinnen können. Die gemeinsame Professur wird insbesondere der Nachhaltigkeitswissenschaft an unserer Universität neue Perspektiven eröffnen.“ Auch DIW-Präsident Marcel Fratzscher begrüßt die Kooperation: „Die Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität bietet uns nicht nur eine gute Möglichkeit zum Wissenstransfer, einer der zentralen Aufgaben des DIW Berlin. Das Thema Nachhaltigkeit bildet einen unserer drei inhaltlichen Schwerpunkte. Wir können es mit der Kooperation und einer gemeinsamen Professur stärken.“

Hintergrund: Das 1925 gegründete DIW Berlin erforscht wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Zusammenhänge in gesellschaftlich relevanten Themenfeldern und berät auf dieser Grundlage Politik und Gesellschaft. Das DIW Berlin ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, in der knapp 100 Einrichtungen der Spitzenforschung verbunden sind. Einer der Arbeitsschwerpunkte der Denkfabrik mit mehr als 350 Mitarbeitenden ist das Thema Nachhaltigkeit mit den beiden Abteilungen Klimapolitik sowie Energie, Verkehr und Umwelt.