Niedersachsen soll Vorreiter bei Digitalisierung werden

Das Symbolbild zeigt eine Frauenhand mit einem Smartphone, darum herum verschiedene illustrierte Symbole.
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Für die niedersächsischen Unternehmen ist wichtig, dass konkrete Maßnahmen entwickelt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung verbessert werden.

Der Fahrplan der landesweiten Digitalisierungsstrategie ist klar: Niedersachsen soll den nationalen Benchmark in Sachen Digitalisierung von Unternehmen setzen. Doch wie ist die Lage aktuell? Um den Digitalisierungsgrad zu messen, haben sich die Mitglieder des Strategierats, darunter die IHK Niedersachsen, darauf verständigt, geeignete Indikatoren zu entwickeln. Das geht aus dem „Memorandum of Understanding“ hervor, das die Mitglieder des Strategierats Ende Februar unterzeichnet haben.

Als Gründungsmitglied des Strategierats unterstützt die IHK Niedersachsen (IHKN) den Masterplan Digitalisierung des Landes, erklärte IHKN-Hauptgeschäftsführerin Dr. Susanne Schmitt: „Mit der Unterzeichnung wurden die Leitplanken und Ziele der gemeinsamen Arbeit im Strategierat Digitalisierung definiert. Doch für die niedersächsischen Unternehmen ist wichtig, dass darüber hinaus konkrete Maßnahmen entwickelt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Digitalisierung von mittleren und kleinen Unternehmen verbessert werden.“

Mit der Digitalagentur Niedersachsen und dem Digitalbonus – ein Förderprogramm, mit dem Unternehmen einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro für Investitionen zur Digitalisierung erhalten können – seien zwei wichtige Bausteine der Digitalisierungsstrategie umgesetzt worden, so Schmitt weiter: „Um Arbeitsplätze zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Industrie zu erhalten, gilt es, an diese Maßnahmen zügig anzuknüpfen. Oberste Priorität muss dabei nach wie vor der flächendeckende Ausbau der digitalen Infrastruktur haben. Um dies wie von der Landesregierung zugesagt bis 2021 zu realisieren, müssen dringend die Förderkulisse vereinfacht sowie schnelle Planungs- und kürzere Bauzeiten möglich gemacht werden.“

In dem Memorandum of Understanding geht es aber zunächst um den Status quo – und darum, den Digitalisierungsgrad in Niedersachsen messbar zu machen. Im Fokus stehen dabei die Felder Bildungseinrichtungen, Digitalberatung, Umsetzungsprojekte der Digitalisierung, digitaler Reifegrad, gewerbliche Breitbandinfrastruktur, Breitbandinfrastruktur von Bildungseinrichtungen und Fachkräftepotenzial. Alle Mitglieder des Strategierats haben zugestimmt, das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung dabei zu unterstützen, geeignete Indikatoren auszuarbeiten und die daraus resultierenden Kenngrößen abzuleiten. In Zusammenarbeit mit dem Innovationszentrum Niedersachsen sollen auch befragt werden. Im nächsten Schritt wird das Land dann konkrete Maßnahmen ableiten, sodass der zuvor definierte Digitalisierungsgrad im niedersächsischen Mittelstand maßgeblich gesteigert werden kann.

„Bei der Digitalisierung ziehen Politik, Wirtschaft und Verbände an einem Strang“, betonte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann. „Der Strategierat leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie, die wir uns in Niedersachsen mit dem Masterplan vorgenommen haben. Das Land Niedersachsen fokussiert sich dabei auf die systematische Umstellung digitaler Prozesse und Produkte in Mittelstand und Handwerk.“