Note 2,5 für die Ausbildung

Rucksack mit Stiften und Schere
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Wer sich für eine duale Ausbildung entschieden hat, ist mit diesem Schritt zufrieden. Im Durchschnitt bewerten junge Menschen ihre Ausbildung mit der Note 2,5. Das zeigt die aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN), an der sich knapp 5.000 Auszubildende im letzten Lehrjahr beteiligt haben, 768 aus unserem IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg. Und: Rund 80 Prozent würden sich wieder für ihren Beruf entscheiden.

„Die Ergebnisse machen deutlich, wie attraktiv die berufliche Ausbildung für junge Menschen ist. Das ist eine gute Nachricht für die regionale Wirtschaft, denn als Ausbildungsbetriebe sichern sie sich die Fachkräfte von morgen“, sagt Volker Linde, Ausbildungsleiter der IHK Lüneburg-Wolfsburg und Sprecher berufliche Bildung der IHKN. Knapp 72 Prozent der Umfrageteilnehmer erhielten von ihrem Ausbildungsbetrieb ein Übernahmeangebot, drei von vier Auszubildenden nehmen das Angebot an. „Das heißt, mehr als jeder zweite Auszubildende bleibt dem Unternehmen auch nach seiner Ausbildung erhalten“, sagt Linde.

Die Befragung zeigt auch, wie die Jugendlichen die Unternehmenskultur, die Ausbildungsorganisation und die Beziehung zum Ausbilder einschätzen. Dabei wurden sie nach ihren Erwartungen sowie nach dem Erfüllungsgrad befragt. „Wichtig sind für die Jugendlichen ein angenehmes Betriebsklima, gut strukturierte Ausbildungspläne und Vermittlung der Ausbildungsinhalte, eine fundierte Vorbereitung auf die Prüfungen sowie eine regelmäßige Reflexion des Ausbildungsstandes“, fasst Volker Linde zusammen. „Aber es ist auch klar erkennbar: In diesen Handlungsfeldern haben die Unternehmen noch Luft nach oben, denn hier weichen die Durchschnittsnoten, die die Azubis erteilten, am stärksten von den Erwartungen der jungen Leute ab.“

Jüngere Auszubildende sind laut Umfrage zufriedener als die älteren. Eine weitere Erkenntnis: Je höher der Schulabschluss, desto besser ist die Bewertung der Auszubildenden. Abiturienten vergeben die Note 2,2. Nur für zehn Prozent der Azubis ist der Ausbildungsberuf dagegen eine Notlösung, darunter vor allem ältere Azubis und Jugendliche mit Hauptschulabschluss.