Preisverdächtige Tourismus-Projekte

Foto: Freilichtmuseum am Kiekeberg
Das Projekt "Königsberger Straße" des Freilichtmuseums am Kiekeberg lässt Besucher die Entwicklungen der Nachkriegszeit hautnah erleben. Eine Station ist eine 1950er-Jahre-Tankstelle. Jetzt wurde das Projekt für den Deutschen Tourismuspreis 2021 nominiert.

Wenn am 19. Oktober die drei Gewinner des Deutschen Tourismuspreises bekannt gegeben werden, stehen die Chancen gut, dass es in unserer Region Grund zum Jubeln gibt: Von den fünf Finalisten kommen zwei aus dem Bezirk unserer IHK Lüneburg-Wolfsburg (IHKLW) – das Freilichtmuseum am Kiekeberg aus Rosengarten und das destinature Dorf in Hitzacker. 

Königsberger Straße macht Nachkriegszeit erlebbar

Mit dem Innovationspreis prämiert der Deutsche Tourismusverband (DTV) seit 2005 richtungsweisende Produkte, Projekte und Kampagnen im Deutschlandtourismus. Eine Expertenjury wählte die Beiträge in diesem Jahr aus insgesamt 72 eingereichten Bewerbungen nach den Kriterien Innovationsgrad, Qualität & Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in die Endrunde. Das Freilichtmuseum überzeugte die Fachleute mit dem Projekt „Immersion in die Nachkriegszeit: Die ‚Königsberger Straße‘ macht die Aufbruchzeit der BRD für Besucher erlebbar“. In der neuen „Königsberger Straße“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg können Besucher die Entwicklungen der Nachkriegszeit mit allen Sinnen erleben – die Präsentation wirkt also immersiv. „Wir freuen uns sehr über die deutschlandweite Anerkennung“, erklärt Museumsdirektor Stefan Zimmermann: „Und wir sehen die Nominierung als Bestätigung unseres ganzheitlichen Ansatzes: Bei uns stehen Besucher im Wohnzimmer aus den 1970ern, sehen eine Ausstellung zur Nachkriegszeit, sprechen mit Vorführenden, die Flüchtlinge darstellen, und erhalten Infos auch digital. Wir begleiten jeden auf der Ebene, auf der er Informationen möchte.“ 

Nachhaltiges Urlaubscamp am Elberadweg

Das nachhaltige Urlaubscamp destinature Dorf, direkt am Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue und am Elberadweg gelegen, lockt Familien, Radtouristen und Natur-Urlauber. Konzipiert, gebaut und betrieben wird das destinature Dorf von der Werkhaus Design + Produktion GmbH. „Wir freuen uns sehr, dass mit der Nominierung unser Engagement für den nachhaltigen Tourismus gewürdigt wird“, sagen die Werkhaus-Gründer Eva und Holger Danneberg. Das Dorf besteht aus 17 komfortablen Tiny Houses und sechs mobilen Betten to Go, die großzügig auf einem Gelände mit altem Baumbestand verteilt sind. Ein Bistro am Eingang des Dorfes bietet Frühstück, Snacks und Getränke in Bio-Qualität, im Wellness-Bereich mit drei Outdoor-Saunen und beheizbaren Badezubern können die Gäste entspannen. Das gesamte Dorf wurde aus konsequent nachhaltigen Materialen gefertigt. Auch im Betrieb wird auf umweltfreundliche Lösungen und eine enge Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Anbietern geachtet.

Beide Finalisten sowie die drei weiteren Nominierten werden ihre Projekte am 19. Oktober im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Berlin präsentieren. Im Anschluss wählen die rund 400 Tagungsgäste ihren Favoriten. Er wird mit dem ADAC-Publikumspreis ausgezeichnet. Auch die Gewinner der drei Jurypreise werden an diesem Abend bekanntgegeben und gekürt.