Projekt fördert Berufspraxis an Schulen

Schüler beobachten einen Versuchsaufbau
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Der Name ist Programm: „Berufe erleben – praxisnah orientieren“ heißt das neue Projekt, das unsere IHK unter dem Dach der IHK-Servicestelle für Berufsorientierung im November startet und das sich an Schüler der Klassen 7 bis 11 aller Schulformen und deren Eltern richtet.

„Schülerinnen und Schülern fällt es oft schwer, den Unterrichtsstoff mit Kompetenzen für die berufliche Laufbahn zu verknüpfen“, sagt Nele Uhl, IHK-Beraterin Berufsorientierung. „Genau hier setzen wir an, indem wir Fachkräfte aus Unternehmen als Praxisbotschafter einsetzen, die den Bezug zwischen Theorie und beruflicher Praxis herstellen.“

Unternehmen als Praxisbotschafter

Unternehmen konzipieren dafür mit Unterstützung unserer IHK Workshops für eine oder zwei Unterrichtsstunden. So kann ein Anlagenmechaniker beispielsweise einen Technik-Workshop für den Physikunterricht zum Thema „Berechnung des Widerstandes und Anwendungsgebiete in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker“ planen, eine Industriekauffrau dagegen präsentiert im Englischunterricht zum Thema „Internationaler Vertrieb“, warum die englische Sprache für die Ausbildung zur Industriekauffrau wichtig ist.

„Die entwickelten Workshops orientieren sich am Lehrplan der Schulen und werden in engem Austausch mit Vertretern der Niedersächsischen Landesschulbehörde entwickelt“, sagt Uhl. „Das Projekt hilft Schülerinnen und Schülern, eine reflektiertere Berufsentscheidung zu treffen, die sich an ihren Interessen und Fähigkeiten statt an einer möglichst hohen Qualifikation oder an Geschlechterstereotypen orientiert.“

Ex-Azubis sprechen als Karrierebotschafter Eltern an

Für die Unternehmen dient das Projekt als Teil ihres Ausbildungsmarketings, denn sie kommen unmittelbar mit dem potenziellen Nachwuchs in Kontakt. Über die Workshops hinaus, können Ausbildungsbetriebe mit den Kooperationsschulen weitere Ideen zur Zusammenarbeit in der Berufsorientierung umsetzen.

Als weiteren Baustein des Projekts plant unsere IHK, Karrierebotschafter bei Elternabenden zur beruflichen Orientierung einzusetzen, erklärt Uhl: „Karrierebotschafter sind frisch ausgelernte Ex-Azubis, die schon als IHK-Ausbildungsbotschafter junge Menschen von ihrem Ausbildungsberuf und ihrem Unternehmen begeistert haben. Bei Elternabenden informieren sie jetzt über die vielfältigen Perspektiven einer dualen Ausbildung.“

Das Projekt richtet sich in der Pilotphase zunächst an Unternehmen und Schulen aus den Landkreisen Lüneburg, Harburg, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Celle und Heidekreis und soll über die Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachsen mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond gefördert werden.

Seien Sie mit Ihrem Unternehmen dabei!

Sie möchten Teil des Projektvorhabens sein und haben Ideen oder Interesse, einen Workshop in regionalen Schulen anzubieten? Das Team der IHK-Servicestelle Berufsorientierung freut sich auf ihre Ideen.
Kontakt:
Nele Uhl, uhl@lueneburg.ihk.de, Tel. 04131 742-164;
Kirsten Deising, deising@lueneburg.ihk.de, Tel. 04131 742-132;
Stefan Nees, nees@lueneburg.ihk.de, Tel. 05141 9196-16.