Soforthilfe für Kulturschaffende

Eine junge Frau mit Hut fotografiert Bilder in einem Museum. Sie ist seitlich von hinten zu sehen.
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Museumsbesuche sind aktuell nicht möglich und auch viele andere Kulturschaffende sind unmittelbar von der Corona-Pandemie betroffen. Die Sparkassen- und die VHG-Stiftung reagieren jetzt mit einem Notfallfonds.

Die niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH-Stiftung haben einen Sonderfonds aufgelegt, um Kulturschaffende in der Corona-Krise zu unterstützen. Bis zum 30. Juni können freiberuflich beziehungsweise selbstständig tätige Kulturschaffende eine Soforthilfe von einmalig 2.000 Euro beantragen. Die Anträge können ausschließlich online gestellt werden unter www.vgh-stiftung.de oder www.nsks.de.

„Wir haben versucht, das Antragsverfahren so schlank wie möglich zu halten, um die Kulturschaffenden in der aktuellen Krisensituation nicht zusätzlich durch Bürokratie zu belasten“, sagt Martina Fragge, stellvertretende Geschäftsführerin der Niedersächsische Sparkassenstiftung und der VGH-Stiftung. Die Antragstellenden müssen lediglich ein PDF ausfüllen und dazu einen Lebenslauf und ihren Personalausweis einreichen. Antragsberechtigt sind Kulturschaffende, deren Arbeit inhaltlich einem Förderbereiche der Stiftungen zuzuordnen ist: Bildende Kunst, Musik, Denkmalpflege, Literatur, Museumspädagogik, Wissenschaft oder Mildtätigkeit.

Einen festgelegtes Fördervolumen gibt es laut Fragge nicht für den Förderfonds: „Wir warten zunächst die Resonanz ab und versuchen dann an den tatsächlichen Förderbedarf anzupassen.“ Auch über das Corona-Förderprogramm hinaus unterstützen die beiden Stiftungen Kulturschaffende: „Bewilligungen für Projekte, die bereits ausgesprochen wurden, und deren Durchführung wegen der Beschränkungen im Rahmen der Pandemie nicht möglich waren oder sein werden, behalten ihre Gültigkeit – Anträge auf Verlängerung des Bewilligungszeitraumes werden in der Regel umgehend genehmigt“, geben die Stiftungen bekannt.

Um Kulturschaffenden auch für die Zukunft Perspektiven zu bieten, können weiterhin Projektanträge gestellt werden. Dabei bestehe die Möglichkeit, dass Anträge bis 5.000 Euro auch kurzfristig aus den Sonderfonds bewilligt werden können – sofern es einen Bezug zur Covid-19-Pandemie gibt, die Projekte eine besondere Dringlichkeit haben und den Förderkonzeptionen der Stiftungen entsprechen. Besonders im Fokus stehen digitale Vorhaben. Eine Antragstellung ist auch hierfür bis zum 30. Juni möglich.