Sparkasse Lüneburg zieht positve Bilanz

Ein weißes Sparschwein steht vor einem roten Hintergrund auf einem Tisch.
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„Wir sind trotz einer anhaltenden Niedrig- und Negativzinsphase, trotz der Herausforderungen aus digitalem Wandel und demografischer Entwicklung und trotz abermals gestiegener aufsichtsrechtlicher und regulatorischer Anforderungen insgesamt gut durch das abgelaufene Jahr gekommen“, resümiert der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Lüneburg, Torsten Schrell, das Jahr 2018.

Porträt von Michael Jurr und Thorsten Schrell. Sind zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2018: Michael Jurr und Torsten Schrell vom Sparkassen-Vorstand.

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Bei der Bilanzpressekonferez des Kreditinstituts am 21. Januar präsentierte Vorstandsmitglied Michael Jurr Zahlen aus einer Kundenumfrage. Demnach geben 59 Prozent der Kunden der Sparkasse die Note gut bis sehr gut. „Hier ist für uns noch lange nicht Schluss“, sagte Jurr und verwies darauf, dass bereits 2018 der Kundenservice ausgebaut wurde. Ein Beispiel sei die Neueröffnung der Sparkassen-Filiale in Lüneburgs Stadtteil Kaltenmoor – passend zu der Umgestaltung des Stadtteilzentrums. Mit ihren 21 Filialen, 15 SB-Centern und 53 Geldautomaten sei die Sparkasse Lüneburg in der Region so präsent wie kein anderes Kreditinstitut, sagte Jurr: „Unsere Filialen mit Menschen vor Ort für die Menschen vor Ort sind das Herzstück unserer Sparkasse. Natürlich haben wir bei aller Regionalität auch die digitale Entwicklung im Blick.“ In ihrer Internet-Filiale verzeichnet die Sparkasse für 2018 rund 7,3 Millionen Besuche. Seit Herbst vergangenen Jahres können die Sparkassen-Kunden einen elektronischen Safe nutzen, in dem vertrauliche Dokumente sicher abgelegt und per Sparkassen-App oder Online-Banking jederzeit abgerufen werden können. Alle Daten werden nach Angabe der Sparkasse auf deutschen Servern der Sparkasse nach deutschem Datenschutzstandard geschützt.

Digitale Neuerungen gibt es natürlich auch in 2019: Sparkassen-Kunden können sich mit dem „yes-Identitätsdienst“ online ausweisen und brauchen nicht für jeden Online-Händler ein separates Kundenkonto. „Das erspart den Käufern einiges an Arbeit und bringt den Händlern Sicherheit“ ist Schrell überzeugt.

Mit ihrem Konzept hat die Sparkasse Lüneburg Erfolg, wie ihre wirtschaftliche Entwicklung zeigt. Im Jahr 2018 eröffnete die Sparkasse für ihre Kunden 4.993 neue Privatgirokonten. „Ein tolles Ergebnis“, findet Jurr. Wachstum verzeichnet die Sparkasse auch bei dem Kundenkreditvolumen, das auf 2,2 Milliarden Euro und damit im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent angestiegen ist. „Hier profitieren wir weiterhin von dem Zuzug, den Investitionsneigungen und dem Wachstum der Region Lüneburg insgesamt. Wir haben in 2018 neue Kredite in Höhe von 460 Millionen Euro vergeben“, erklärt Jurr den Anstieg.

Das Zinsergebnis der Sparkasse ist mit 40,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Gleiches gilt für das Provisionsergebnis mit 21,5 Millionen Euro. Auch die Aufwandszahlen bewegen sich auf Vorjahresniveau. Trotzdem ist der Bilanzgewinn deutlich niedriger als im Vorjahr. „Leider gibt es Faktoren, die wir nicht unmittelbar beeinflussen können, die aber direkte Wirkung auf uns haben und die mit den Besonderheiten des öffentlich-rechtlichen Bankwesens im Zusammenhang stehen. Die dort beobachtbaren Entwicklungen erfreuen uns nicht, sie gehören aber zu uns, da wir aus voller Überzeugung ein öffentlich-rechtliches Kreditinstitut sind“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Thorsten Schrell den Rückgang.

Vieles dreht sich bei der Sparkasse Lüneburg 2019 um Immobilien: Im April/Mai wird das Historische Münzhaus An der Münze 3 eröffnet. Der Umbau der Filiale Hohnstorf wird im Sommer fertiggestellt. Im Hanseviertel ist weiterhin Bewegung: Derzeit finden Abrissarbeiten auf dem 22 Hektar großen Gelände statt. Die Erschließung startet im weiteren Jahresverlauf. „Das große Interesse an den Flächen freut uns sehr“, ergänzt Torsten Schrell. red