Tipps für mehr Onlinepräsenz

Das Bild zeigt im Hintergrund einen aufgeklappten Laptop, im Vordergrund eine Grafik, die wie eine handschriftliche Notiz wirkt. Zu sehen sind Begiffe wie Online-Marketing und E-Commerce, ebenso wie eine Glühbirne, eine Weltkugel und Zahnräder.
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Bei der OMK am Donnerstag, 19. September verwandeln die Online-Agentur Web-netz und die Leuphana Universität Lüneburg den Campus zum Dreh- und Angelpunkt des Online-Marketings.

Mehr als 40 Vorträge und Diskussionsrunden rund um Social Media, Big Data, Amazon- und Influencer-Marketing, Künstliche Intelligenz, New Work, Podcast, Suchmaschinenoptimierung und Voice Search – bei der Online-Marketing-Konferenz (OMK) am Donnerstag, 19. September verwandeln die Online-Agentur Web-netz und die Leuphana Universität Lüneburg den Campus zum Dreh- und Angelpunkt des Online-Marketings. Mehr als 50 Top-Speaker aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik teilen ihr Wissen mit den 1500 Gästen. Neueste Forschungsergebnisse, hilfreiche Tipps von Marketing-Experten und wertvolle Insights von Unternehmen wie Adidas, BVG, Obi, Otto, Tchibo und Xing können die OMK-Teilnehmer für ihre tägliche Arbeit mitnehmen.

OMK-Tickets 25 % günstiger mit Code IHK-OMK2019

Die OMK beginnt um 9 Uhr, ab 18.30 Uhr startet die After-Show-Party. Tickets kosten 399 Euro, für Studenten 49 Euro, jeweils inklusive Verpflegung tagsüber und After-Show-Party mit Live-Musik, DJ und Freibier. Weitere Informationen und Tickets für die OMK gibt es unter www.omk.live.

Tipps für eine professionelle Website

Porträt Göran Willbränder Göran Willbränder ist Head of Webdevelopment bei Web-netz.

Foto: web-netz

#1 Wahl des Content-Management-Systems (CMS)

Allem voran hängt die Wahl des CMS davon ab, welche strategischen Ziele ich mit einer Webseite verfolge: Welche Funktionen soll die Seite erfüllen, wie dynamisch müssen Inhalte eingepflegt werden, welche Rolle spielt ein individuelles Design und wer soll die Webseite mit Blick auf Inhalt, Sicherheit und Funktion pflegen? Ein CMS sollte möglichst intuitiv bedienbar sein und – wenn erforderlich – unbedingt Mehrsprachigkeit unterstützen. Bei starken Zugriffen sollte ein CMS mit einer entsprechenden Anzahl an Website-Besuchern zurechtkommen. Finger weg von Exoten-CMS oder Eigenprogrammierungen! Auch mit Blick auf die Initial- und Folgekosten empfiehlt es sich immer auf gängige, im Markt verbreitete System wie WordPress oder Typo3 zurückzugreifen.

Ein CMS sollte möglichst intuitiv bedienbar sein.

#2 Design-Templates versus individuelles Design

Fertige Design-Templates sind im Gegensatz zu einem individuell erstellten Design kostengünstiger. Ein weiterer Vorteil ist, dass erforderliche Bestandteile einer Webseite bereits berücksichtigt sind und lediglich noch mit Inhalten bestückt werden müssen. Aber: Von der Stange kaufen bedeutet immer auch Verzicht auf Individualität. Fertige Design-Templates sind aber nur dann die bessere Alternative, wenn der Programmierer sein Handwerk versteht. Wer über keine fundierten HTML- und CSS-Kenntnisse verfügt, stößt schnell an seine Grenzen. Ebenso wichtig sind Grundkenntnisse in den Bereichen Suchmaschinenoptimierung, Sicherheit und Ladeperformance.

#3 Die Frage des Geldes

Am Ende bewahrheiten sich leider immer wieder zwei Weisheiten: “Wer billig kauft, kauft zweimal”, denn “Qualität hat ihren Preis”. Die Erfahrung aus über 20-jähriger Umsetzung von Webprojekten zeigt, dass keiner pauschal und schon gar nicht seriös eine Kostenpauschale für die Erstellung einer Webseite aus der Hüfte schießen kann. Es gibt gut 200 Faktoren, die Einfluss auf die Preisgestaltung haben. Einfache Webseiten gibt es bei Freelancern oder Agenturdiscountern schon für 500 bis 3.500 Euro. Professionelle Agenturen starten ab etwa 10.000 bis 20.000 Euro und aufwärts. Je individueller die Webseite, je höher die Anforderung an Design und Funktionalitäten, je komplexer die Anforderungen an das CMS, desto höher die Aufwände für die umsetzende Agentur. Wichtig: Bei der Budgetplanung sollten immer auch die Kosten für den laufenden Betrieb und die Bewerbung der Webseite berücksichtigt werden.

Tipps für eine Social-Media-Strategie

Porträt Adrienne Becker Adrienne Becker ist Head of Social Media bei Web-netz.

Foto: web-netz

#1 Strategie – wieso, weshalb, warum?

Wenn einem Unternehmen unbegrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen, kann es auch ohne Strategie loslegen – meistens sind Budgets und Zeit allerdings begrenzt. Im Online-Marketing können lassen sich Maßnahmen sehr gut auswerten. Für die Erfolgsüberprüfung ist es wichtig, Ziele zu stecken und zu überlegen, wen ich erreichen möchte. Sind meine Zielgruppe Senioren, werde ich auf Instagram nicht viel erreichen können. Eine Strategie schützt so vor Fehlinvestitionen.

#2 Zielgruppengerechte Ansprache

Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Das wichtigste Kriterium ist also, dass Bildsprache und Texte auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Die sozialen Medien sind die Freizeiträume der User. Man konkurriert also mit dem Posting des besten Freunds oder der Schwester. Entsprechend relevant für den User sollte mein Inhalt sein: Aggressive Produktwerbung ist hier fehl am Platz – Mehrwert stiftender Inhalt und Authentizität hingegen gern gesehen. Facebook ist kein Kanal, auf dem die Pressemitteilung verbreitet werden sollte. Der Schreibstil sollte einem eher lockeren Umgangston angepasst werden.

Bildsprache und Texte müssen auf die Zielgruppe abgestimmt sein. 

#3 Redaktionsplan & Werbung

Ein Redaktionsplan ist aus zwei Gründen besonders wichtig: Erstens, um sich einen Überblick zu machen, was man an Bildmaterial und Informationen benötigt. Zweitens, um auszuwerten, wann die eigene Community besonders aktiv ist. Wir haben bei der Betreuung eines Brautmodengeschäfts beispielsweise festgestellt, dass künftige Bräute nach 23 Uhr besonders aktiv sind, vermutlich wenn der Verlobte schläft und keinen Blick auf das Kleid der Zukünftigen erhaschen kann. Eine allgemeingültige Antwort gibt es hier aber nicht, man muss austesten, wann Postings die meisten Reaktionen generieren – vor der Arbeit, wenn meine urbane Zielgruppe in der U-Bahn unterwegs ist, und kurz nach Feierabend kann viel Sinn machen, sofern nicht Rentner meine Zielgruppe sind. Wenn aber der Inhalt mit Mediabudget gepusht wird, ist die Veröffentlichungszeit oft zweitrangig, da der Content so über einen bestimmten Zeitraum hinweg bevorzugt einer definierten Zielgruppe ausgespielt wird. Bei Facebook oder Instagram kommt man um eine Bewerbung in 95 Prozent der Fälle nicht mehr herum. Grund: Inhalten von Unternehmensseiten wird seit den letzten Algorithmus-Umstellungen kaum noch Platz im Newsfeed eingeräumt. 

Tipps zur Werbung mit Google Ads

Porträt von Nico Lodges mit Headset bei einem Vortrag. Nico Loges ist Head of Paid Search & Display bei Web-netz

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#1 Was sind Google-Ads?

Google Ads bietet ein umfangreiches Leistungsportfolio. Neben der klassischen Suchanzeige lassen sich über Google Ads genauso Shopping-, also Produktanzeigen ausliefern, aber auch Videowerbung über YouTube und Displaywerbung über das Google-Display-Netzwerk sind möglich. Kernelement von Google Ads ist die Suchmaschinenwerbung, also die Ausspielung von Anzeigen zu Suchbegriffen, die man durch eingebuchte Keywords selbst definiert. Wenn Nutzer nach einem Produkt, einer Dienstleistung oder einer Information suchen, die man anbietet, dann ist dieser Teil von Google Ads grundsätzlich geeignet. Ähnlich verhält es sich mit den Produktanzeigen über Google Shopping. Hier beschränkt sich der Einsatz auf Produktwerbung. Ein Online-Shop muss nicht zwingend vorhanden sein, auch die Bewerbung von Produkten, die im Ladengeschäft verfügbar sind, ist möglich.

#2 Für wen sind Google Ads geeignet

Google Ads eignet sich für so gut wie jeden Werbetreibenden. Eine solide Zieldefinition und die Auswahl der jeweils geeigneten Features innerhalb des Systems sind jedoch zwingende Voraussetzung für den Erfolg. Auch mit geringem Werbebudget lassen sich dann erfolgreiche Kampagnen aussteuern und Werbung platzieren, wann und wo der Nutzer danach sucht. Eher ungeeignet sind Google Ads, wenn noch kein oder ein sehr geringes Suchvolumen zum Angebot beziehungsweise zu den passenden Begriffen existiert. Ein Paradebeispiel wären neue Produkte oder Leistungen, die der Nutzer noch nicht kennt – und entsprechend noch nicht sucht.

Gezahlt wird nur, wenn ein Nutzer auf die Anzeige klickt.

#3 Zu den Kosten

Grundsätzlich funktioniert die Abrechnung in fast allen Bereichen nach dem “Pay per click”-Modell. Gezahlt wird also nur, wenn ein Nutzer auch wirklich auf die Anzeige klickt. Die reine Einblendung der Anzeige bleibt damit in den meisten Fällen kostenfrei. Im Keyword-Planer, ein Tool von Google Ads, kann man sich anzeigen lassen, wie hoch die Klickpreise für die geplanten Keywords/Suchanfragen sein werden. Diese Daten sind aber nur ein erster Anhaltspunkt. Eine einfache Rechnung zur Ermittlung der Grundbudgets: Durchschnittlicher Klickpreis mal Anzahl von Klicks gleich Monatsbudget.