Vom Buggy bis zur Babytrage

Myriam und Stefan Reuter, Inhaber von Mimi's
Foto: privat
Myriam und Stefan Reuter verkaufen Produkte für Babys und Kleinkinder - und nehmen sich viel Zeit für eine umfassende Beratung.

Wer sind Sie und was machen Sie?
Ich bin Inhaberin von Mimi’s, einem Fachgeschäft für Baby- und Familienbedarf in Bardowick. Vor sieben Jahren habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt – mit der Eröffnung eines eigenen Ladens in meiner Heimat Luxemburg. Angefangen hat alles mit 16 Quadratmetern unter dem eigenen Dach. Nach und nach ist das Sortiment gewachsen – und damit auch die Fläche. Ende 2017 bin ich mit meinem Mann Stefan, einem gebürtigen Adendorfer, nach Deutschland gezogen. Hier habe ich das Geschäft neu gegründet. Mein Mann und ich arbeiten zusammen. Wir verkaufen Kindersitze, Kinderwagen, Schwangerschaftsgurte, Wickeltaschen, Babytragen und Spielzeug. Hochwertige Produkte für die Schwangerschaft, für Babys und Kleinkinder.

Wie sind Sie auf die Idee gestoßen?
Die Geburt meines ersten Sohnes hat mich auf die Idee gebracht, die Beratung rund um Baby- und Kinderartikel selbst in die Hand zu nehmen – und einen Laden zu eröffnen. Ich wurde damals beim Kauf diverser Produkte leider sehr schlecht beraten. Diese Erfahrung wollte ich anderen werdenden Eltern ersparen. Deshalb habe ich schon in der Elternzeit anfangen, mich in diese Richtung selbstständig zu machen. Meinen alten Job als Erzieherin habe ich damals kurzentschlossen aufgegeben. Bisher habe ich diesen Schritt nie bereut. Inzwischen bin ich Mutter von zwei Söhnen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig qualitativ hochwertige Baby- und Kinderartikel sind.

Was machen Sie anders als andere?
Wir bieten keine Billigprodukte an. Im Gegenteil: Produkte aus unserem Sortiment sind von hoher Qualität, getestet, ökologisch und nachhaltig. Mit unserem Fachwissen wählen wir die besten Artikel auf dem Markt aus – und beraten unsere Kunden entsprechend. Vor unserem Geschäft gibt es Parkmöglichkeiten. So lassen sich Kindersitze direkt im eigenen Auto ausprobieren und einstellen. Wir nehmen uns viel Zeit, um den optimalen Kindersitz zu finden. Nicht jeder Sitz passt zu jedem Kind. Bei der Auswahl muss man auf sehr viele Punkte achten. Viele Kinder sitzen in ungeeigneten Kindersitzen und sind katastrophal angeschnallt. Die Folge davon sind schwere bis tödliche Verletzungen. Dem arbeiten wir entgegen. Kunden können Beratungstermine online bei uns buchen – oder natürlich spontan vorbeischauen, wenn es denn die Corona-Einschränkungen zulassen. Wir sind auf beinahe jede Kundenfrage vorbereitet: Schließlich stehen wir in engem Kontakt mit dem ADAC und den Herstellern von Kindersitzen. Außerdem nehmen wir regelmäßig an Schulungen zu neuen Produkten teil und sind autorisiert, Reparaturen an Kindersitzen und Kinderwagen bei uns vor Ort vorzunehmen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Im Moment ist das eine schwierige Frage. Die Corona-Pandemie macht uns das Leben nicht leicht. Im Moment läuft das Geschäft wieder so langsam an. Die Kunden haben uns in den Wochen der Schließung sehr unterstützt. Viele haben bei uns Ostergeschenke oder Produkte gekauft, die sie normalerweise viel später hätten kaufen wollen. Dieses Entgegenkommen macht mir Mut. Ich bin also zuversichtlich: In fünf Jahren sind wir immer noch auf dem Markt – und beraten hoffentlich viele Kunden rund um Baby- und Kinderartikel.

Was raten Sie anderen Jungunternehmern?
Wir haben unsere Ziele immer aus Überzeugung heraus verfolgt. Deshalb würde ich sagen: Wenn man mit Herz und Seele hinter einer Geschäftsidee steckt, dann wird es mit der Gründung auch klappen.

Vervollständigen Sie folgenden Satz: Mein Glück wäre perfekt, wenn…
… die Corona-Krise vorbei ist, wir gesund und glücklich bleiben – und wir uns trotz Bürokratie und aller störenden Nebengeräusche auf unser Geschäft konzentrieren können.