Wirtschaftsministerium unterstützt Start-ups

Blick auf einen Tisch, in dessen Mitte eine gemalte Rakete zu sehen ist. Drum herum sitzen Menschen, von denen nur die Arme zu sehen sind.
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Förderung dringend nötig: Einer Studie zufolge sehen sich 66 Prozent der Start-ups als Folge der Corona-Pandemie in ihrer Existenz gefördert.

Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Epidemie auf junge Unternehmen abzufedern, nimmt Niedersachsen explizit die Start-ups in den Blick. Wie das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Wochenende mitteilte, stehen als Teil der geplanten Soforthilfen für die niedersächsische Wirtschaft fünf Millionen Euro für die speziellen Bedarfe der Start-ups bereit. Unternehmen können sich bei Fragen wenden an wenden: mw-corona@mw.niedersachsen.de oder von 8 bis 20 Uhr unter Tel. 0511 120 5757 die Hotline erreichen.

„Start-ups verwirklichen innovative Geschäftsideen und sind deshalb volkswirtschaftlich besonders relevant“, sagt Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann. „Weil diese jungen Unternehmen jedoch häufig nur mit geringem Startkapital gegründet wurden, noch geringe Umsätze machen und zugleich auf Wagniskapital angewiesen sind, ist die Corona-Epidemie für sie in besonderem Maße existenzgefährdend. Hier wollen wir schnell und unbürokratisch helfen.“

Damit greift Wirtschaftsminister Althusmann eine Initiative des startup.niedersachsen-Beirats auf, der bereits am Mitte März mit Unterstützung des Marktforschungsinstituts  Curth + Roth eine umfangreiche Studie initiierte, die die Auswirkungen von COVID-19 auf Startups in Niedersachsen verdeutlicht. Demnach sehen sich 66 Prozent der Startups in Niedersachsen durch die Corona-Krise schon jetzt in ihrer Existenz bedroht und werden innerhalb der nächsten sieben Wochen Hilfe benötigen, um zu überleben. 

Die Corona-Krise sorgt für Unterbrechungen in der Lieferkette, verspätete oder gar entfallene Umsätze sowie Ausfall von Personal. Darüber hinaus kommt es zu Verzögerungen in der Produktentwicklung. Gerade die Entwicklung innovativer Produkte ist jedoch die Kerntätigkeit von Startups. Diese Negativspirale verhindert oder erschwert Anschlussfinanzierungen erheblich. Start-ups verfehlen ihre Umsatz- und Entwicklungspläne, verbrauchen jedoch weiterhin Kapital und eingeworbene Liquidität. Hier will das Wirtschaftsministerium ansetzen und die spezifischen Bedarfe der Start-ups und Wachstumsunternehmen adressieren.

Die Antragstellung für Hilfen aus dem Fonds soll laut Ministerium möglichst unbürokratisch erfolgen. Wird ein Antrag positiv beschieden, soll die Auszahlung kurzfristig erfolgen. 

Über den Beirat startup.niedersachsen

Der startup.niedersachsen-Beirat ist ein Gremium bestehend aus (Digital-)Unternehmer*innen, Business Angels, Gründer*innen sowie der Wissenschaft des Landes Niedersachsen, die sich für die regionale Startup-Szene engagieren. Aufgabe des Beirates ist es, die Initiativen zur Förderung des Startup-Standortes Niedersachsen fachlich zu begleiten, Impulse zu geben, die landesweite Vernetzung der Gründungs-Szene zu fördern.